Radsport

Valerio Conti bleibt beim Giro d’Italia in Rosa, doch Primoz Roglic holt auf

dpa

Von dpa

So, 19. Mai 2019 um 21:26 Uhr

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Wie schon zum Auftakt in Bologna ist der Slowene Primoz Roglic auch im zweiten Zeitfahren des Giro d’Italia nicht zu schlagen. Der Italiener Valerio Conti verteidigt das Rosa Trikot.

Im strömenden Regen von San Marino hat Ex-Skispringer Primoz Roglic den nächsten Schritt auf dem Weg zum Gesamtsieg des 102. Giro d’Italia gemacht. Der Slowene gewann am Sonntag auch das zweite Einzelzeitfahren und knöpfte seinen größten Rivalen wertvolle Zeit ab. Roglic siegte nach 34,8 Kilometern von Riccione nach San Marino in 51:52 Minuten und verwies mit einem Vorsprung von elf Sekunden den belgischen Stunden-Weltrekordler Victor Campenaerts (Lotto-Soudal) auf den zweiten Platz.

Roglic ist schneller als die Hauptkonkurrenten

Im Vergleich zu seinen Hauptkonkurrenten war Roglic deutlich schneller: So verlor der zweimalige Gesamtsieger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) 1:05 Minuten auf den Slowenen, der britische Vuelta-Champion Simon Yates (Mitchelton-Scott) büßte gar 3:11 Minuten ein.

Schon beim Auftaktzeitfahren in Bologna hatte Roglic einen deutlichen Vorsprung auf Nibali und Co. herausgefahren. Das Rosa Trikot des Gesamtersten trägt aber auch nach der neunten Etappe weiterhin der Italiener Valerio Conti (Emirates). Der gebürtige Römer, der am Donnerstag als Mitglied einer Ausreißergruppe viel Zeit herausgefahren hatte, liegt im Gesamtklassement 1:50 Minuten vor Roglic. Zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg zählt Conti aber nicht. Nibalis Rückstand auf Roglic beträgt 1:44 Minuten, Yates hat bereits 3:46 Minuten eingebüßt.

Pascal Ackermann spielt diesmal keine Rolle

Keine Rolle spielte am Sonntag der deutsche Sprinter Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe), der aber zu den großen Gewinnern der ersten Woche gehörte. So hat der deutsche Meister bei seinem Giro-Debüt bereits zwei Etappen gewonnen und zwei dritte Plätze belegt. Entsprechend führt Ackermann auch die Punktewertung an, die noch nie ein deutscher Radprofi gewinnen konnte.

Der Freiburger Jasha Sütterlin (Movistar) wurde im Zeitfahren 48., der zunächst krank in den Giro gestartete Albbrucker Nico Denz (Ag2r) 140. von noch 164 im Rennen geführten Fahrern. Denz (+1:31.27 Std.) ist vor dem heutigen Ruhetag Letzter im Gesamtranking, Sütterlin 145. (+1:03.43 Std.).

Im Kampf gegen die Uhr war Roglic mal wieder eine Klasse für sich. Der 29-Jährige hatte nach der zweiten Zwischenzeit noch einen Rückstand von 51 Sekunden auf Campenaerts, der noch bei trockenen Bedingungen auf die Strecke gegangen war. Doch beim Anstieg nach San Marino hinauf machte der Kapitän des niederländischen Teams Jumbo-Visma Sekunde für Sekunde wett. Für Roglic, der erst seine vierte große Rundfahrt fährt, war es bereits der zehnte Saisonsieg.

Am Freitag geht’s ins Hochgebirge

Seine Rivalen müssen nun auf die Berge hoffen. Die ersten schweren Etappen im Hochgebirge warten am kommenden Freitag und Samstag. Nach dem Ruhetag wird der Giro am Dienstag mit der zehnten Etappe über 145 Kilometer von Ravenna nach Modena fortgesetzt.