Venice Beach im Fritz-Boehle-Park

Savanna Cosma

Von Savanna Cosma

Fr, 04. September 2020

Emmendingen

Oberbürgermeister Stefan Schlatterer stellt gemeinsam mit den Initiatoren neue Calisthenics-Anlage in Emmendingen vor.

. Wer schafft mehr Klimmzüge? Eine Frage, die künftig wohl häufiger durch den Fritz-Boehle-Park schallen wird. Dort wurde am Donnerstag eine neue Calisthenics-Anlage vorgestellt. Calisthenics ist ein Ganzkörpersport, bei dem nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird.

"Ich konnte mir am Anfang nichts darunter vorstellen", gestand Oberbürgermeister Stefan Schlatterer bei der Vorstellung der neuen Calisthenics-Anlage im Fritz-Boehle-Park. Lediglich in den USA oder in Australien habe er Anlagen in einer solchen Größenordnung schon einmal gesehen. Tatsächlich ließ sich auch Initiator Nicolas Henkies von den kalifornischen Strand-Fitnessstudios am Venice Beach inspirieren. Als heimische Vorlage diente ihm die Anlage in Malterdingen – diese sei allerdings nicht so groß und abwechslungsreich. Da musste etwas anderes her. Im Juni vergangenen Jahres wandte sich der 19-jährige Emmendinger mit seiner Idee an die Stadt, etwas mehr als ein Jahr später trainiert er nun mit seinen Freunden im Fritz-Boehle-Park.

Rund 17 000 Euro kostete der Bau der Anlage. Laut Oberbürgermeister Schlatterer konnte das Geld dafür aus dem städtischen Haushalt genommen werden. Zum Glück habe man das Projekt dieses Jahr umgesetzt. "Wie sich die finanzielle Lage im kommenden Jahr entwickeln wird, ist ja noch ungewiss", sagte er. Henkies und seine Freunde treffen sich fast täglich zum Trainieren an der neuen Anlage. Und auch von anderen Sportbegeisterten würde diese oft genutzt, berichtete er.

Schlatterer sagte, er freue sich, den Menschen in Emmendingen und Umgebung einen neuen Ort zum Trainieren bieten zu können. Insbesondere der barrierefreie Inklusionsbarren begeistere ihn. "Damit ist hier wirklich für jeden etwas dabei."

Doch was ist beim Benutzen der Anlage zu beachten? Und wie wagt man sich als Anfänger heran? "Am besten hängt man sich an die Erfahrenen oder schaut sich mal ein Youtube-Video an", sagte Henkies. Wem zu Beginn noch die Kraft fehle, der könne sich bei den Klimmzügen auch mit Gymnastikbändern unterstützen. Um die Anlage herum ist Rundkies ausgelegt. "Der ist weicher als Sand", erklärte Siegmund Gehring, stellvertretender Bauhofleiter, der für den Bau und die Umsetzung des Projektes zuständig war. Sollte es am Anfang nicht so gut laufen, besteht zumindest keine allzu große Verletzungsgefahr auf der Anlage.