Verbindungstreppe in Wittelbach bekommt Rampen

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Sa, 16. November 2019

Seelbach

Ein stufiger Fußweg verbindet die Garten- und die Reformstraße als Abkürzung zur Ortsmitte – er soll nun einfacher nutzbar werden.

SEELBACH-WITTELBACH (bzl). Der Ortschaftsrat Wittelbach hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend darüber diskutiert, ob der Antrag eines Bürgers zur barrierefreien Umgestaltung einer Treppe umgesetzt werden soll. Die Treppenstufen, die in Wittenweier als Fußweg von der Gartenstraße zur Reformstraße führen, verkürzen eine große Umgehung, wenn man zur Ortsmitte gelangen will.

Allerdings sind die Treppen nicht für Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfen ausgestattet. Die fehlende Barrierefreiheit monierte ein Wittelbacher Bürger bereits in der Sitzung am 10. Oktober; er hatte zu verstehen gegeben, dass man vom Wohngebiet Oberes Feld aus mit einem Kinderwagen nur über einen großen Umweg über die Reformstraße zur Dorfmitte gelange (beispielsweise zum Kindergarten). Er regte an, die Treppenstufen mit Rampen auszustatten.

Ortsvorsteher Werner Göhrig verdeutlichte, dass hier eine Steigung von 25 bis 28 Prozent vorliege, und dass der Weg die Treppe hoch etwa mit einem Kinderwagen "eine sportliche Sache" sei. Zwar sei die Treppe nicht durchgängig und teile sich in Abschnitte mit geraden Flächen, die für eine Pause genutzt werden können, trotz allem bleibe es wohl eine anstrengende Sache. Für ihn stelle sich hier die Kosten-Nutzen-Frage. "Und auch mit den Rampen reden wir hier nicht von Barrierefreiheit", betonte Göhrig.

Josef Haas und Christian Faißt regten an, im Zuge des neu entstehenden Wohngebiets Oberes Feld III eine ganzheitliche Lösung zu entwickeln. Hier würde man sich wohl aber in anderen finanziellen Dimensionen bewegen. Martin Kopf gab hier zu bedenken, dass das neue Wohngebiet zu weit entfernt sei und die Treppe von dort aus wohl nicht genutzt werde. Da das Wohngebiet erst noch entstehe, sprach Kopf sich für die Ausstattung der Treppe mit Rampen aus. "Ich bin für eine kurzfristige Lösung, die den Leuten hilft, die dort wohnen. Ich habe mir die Begebenheiten angeschaut: Die sind gar nicht so schlecht für das Vorhaben. Denn die Treppe ist nicht durchgängig und bietet immer wieder die Möglichkeit für Pausen", meinte Kopf.

Karsten Hinrichsen äußerte sich zustimmend, gerade Radfahrer könnten die Rampen nutzen. Nach Abwägung der Argumente stimmte der Ortschaftsrat letztlich geschlossen zu. Die Kosten für die zweiläufige Rampe: 3500 Euro. Bauamtsleiter Manfred Uhl erklärte, dass die laufenden Mittel für Straßenunterhaltung ausgeschöpft seien und das Vorhaben für den Haushalt 2020 vorzusehen sei.