Rheintalbahn

Verkehrsminister Hermann verteidigt und erklärt den kritisierten Sommerfahrplan

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Sa, 18. April 2020 um 08:01 Uhr

Efringen-Kirchen

Gegen den ab 14. Juni auf der Rheintalschiene geltenden Sommerfahrplan mehren sich kritische Stimmen. Verkehrsminister Hermann kann diesem aber auch viel Gutes abgewinnen.

Ab 14. Juni gilt für die Regionalbahn ein Sommerfahrplan, der – so kritisieren Bahnnutzer – vor allem für kleinere Orte entlang der Rheintalstrecke Verschlechterungen mit sich bringt. Anfang März hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger deshalb an Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gewandt. Dieser verteidigt nun die Änderungen in seiner Antwort, die über den SPD-Ortsverband Efringen-Kirchen an die Presse ging.

Das Verkehrsministerium in Stuttgart habe eigentlich das Angebot zwischen Basel und Müllheim während der Hauptverkehrszeit auf einen Halbstundentakt ausbauen wollen, hält Minister Hermann fest. Diese Bestellung sei aber von der DB Netz AG als Infrastrukturbetreiber abgelehnt worden, da die Rheintalbahn als "überlasteter Schienenweg" eingestuft ist. Daher habe man nun dreimal am Tag die Regionalbahn mit dem langsamen RE zusammenlegen müssen. Für Hermann eröffnete sich aber eine Perspektive, wenn der viergleisige Ausbau in dem Bereich" vollendet sei, voraussichtlich ab 2025 sei dies der Fall, "täglich elf zusätzliche Zugpaare mit Halt in Efringen-Kirchen" zu bestellen.

Bürger aus kleinen Orten fühlen sich abgehängt

Während Bürger bemängeln, dass kleinere Orte wie Eimeldingen oder Istein abgehängt werden, weil der schnelle RE nur in Müllheim und Weil am Rhein halte, der mittelschnelle zudem in Efringen-Kirchen und Haltingen und nur die langsamen in kleinen Bahnhöfen Station machen, sieht Verkehrsminister Hermann "die Trennung des langsamen Produktes ,Regionalbahn’ und des schnellen Produkts ,Regionalexpress’ als Vorteil. Mit dem neuen Fahrplan werde dieses Kernelement des neuen Konzepts im Schienenpersonennahverkehr umgesetzt, macht er in seinem Schreiben an Stickelberger deutlich.

Zwar verschöben sich einige Abfahrtzeiten in Efringen-Kirchen, wochentags gebe es aber Richtung Basel fünf Zughalte mehr, Richtung Freiburg drei mehr, hält Hermann fest. Auch verbesserten sich die Übergangszeiten zum Fernverkehr in Freiburg.