Der SC-Gegner

VfL Wolfsburg will gegen den SC Freiburg Rang sechs verteidigen

David Weigend

Von David Weigend

Sa, 13. Juni 2020 um 15:09 Uhr

SC Freiburg

Zwei ehemalige Freiburger stehen beim VfL Wolfsburg unter Vertrag, aber nur einer wird am Samstag wohl im Heimspiel gegen den SC Freiburg zum Einsatz kommen.

Während Admir Mehmedi wegen Problemen mit der Achillessehne ausfällt, dürfte Felix Klaus gute Chancen haben, gegen seinen Ex-Verein anzutreten. Der zuletzt eher glücklose Klaus war es, der am Sonntag mit seinem Pass auf den Torschützen Wout Weghorst den Siegtreffer gegen Bremen (1:0) vorbereitete – ein Szenario, das sich aus Sicht der Wölfe gern wiederholen dürfte.

Die Niedersachsen haben im Rennen um den internationalen Platz sechs die beste Ausgangsposition und wollen diese unbedingt verteidigen. Coach Oliver Glasner gratulierte seinem Kollegen Christian Streich in der Pressekonferenz nachträglich zum 55. Geburtstag, räumte aber ein: "Allerdings muss ich mich auch gleich entschuldigen, dass wir am Samstag keine Geschenke verteilen wollen. Auch wenn Freiburg eine stabile Saison spielt und nach wie vor im Kampf um die Europapokalplätze dabei ist, wollen wir die wenigen Chancen, die wir bekommen, nutzen und unabhängig von der Tabellensituation die Partie gewinnen." Bis auf Mehmedi kann Glasner aus dem Vollen schöpfen. "Bei unseren zuvor etwas angeschlagenen Spielern hat es sich sehr positiv entwickelt – alle standen ohne Probleme auf dem Trainingsplatz."

Nach seiner abgesessenen Gelbsperre ist Renato Steffen wieder dabei und wird auch in der Startelf stehen. Glasner, der den VfL seit knapp einem Jahr trainiert, hat die 0:1-Hinspielniederlage in Freiburg noch in guter Erinnerung. Ein direkt verwandelter Freistoß von Jonathan Schmid hatte im Dezember dafür gesorgt, dass Glasner nach Abpfiff recht deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft fand.

Heute sagt er: "Bei der Niederlage in Freiburg hat die Einstellung nicht gestimmt und ich denke, dass wir in diesem Bereich etwas weiter sind und einen Schritt nach vorn gemacht haben. Wir waren sehr stabil und haben in den vergangenen Monaten auf einem guten Niveau gespielt." Natürlich habe man auch in dieser Zeit Spiele verloren – wie gegen Dortmund und Frankfurt. "Aber die Leistung war eine ganz andere als damals."