Fehlende Hilfsbereitschaft

Viele sind an diesem Unfall vorbeigefahren und keiner hat sich auch nur bemüht, anzuhalten

Clemens Meilinger

Von Clemens Meilinger (Bollschweil)

Mo, 11. Januar 2021

Leserbriefe Freiburg

Zum Spot "Falsches Social Distancing" in der Rubrik "Sonst noch was" (BZ, 30. Dezember).

Es ist erschütternd: Viele sind an diesem Unfall vorbeigefahren, und keiner hat sich auch nur bemüht, anzuhalten und zu fragen, ob man Hilfe benötigt. In vielen Berichten hat man solche Unfälle dargestellt, um zu testen, wie die Menschen reagieren. Das Ergebnis: Erschreckend, schockierend, viele reagieren gar nicht, sie fahren einfach weiter. Auf einem Video ist gut zu erkennen, wie auch ein Fahrradfahrer vorüberradelt, nachdem er zuvor neugierig in das Auto blickte. Gerade jetzt, wo wir eine Pandemie durchmachen und geworben wird "Wir halten zusammen", frage ich mich: Wo halten wir hier zusammen, hier herrscht nur Ablehnung, in was für eine Zeit geraten wir? Ich selbst habe es schon erlebt im öffentlichen Verkehrsmittel, welche Ablehnung ich von den Menschen erfahren musste.

Meine Bitte an alle da draußen: Neues Jahr, neues Glück, und helft da auch, wo Hilfe benötigt wird. Es gibt genügend Unglück auf dieser Welt, und keiner schaut hin. Clemens Meilinger, Bollschweil