SC Freiburg

Vincenzo Grifo gewinnt die Kopfballwette

dpa

Von dpa

Mo, 21. Dezember 2020 um 11:10 Uhr

SC Freiburg

Beim Sieg des SC Freiburg gegen die Hertha schafft Vincenzo Grifo etwas Außergewöhnliches – was selbst sein Trainer ihm nicht zugetraut hätte: ein Kopfballtor. Dadurch gewinnt Grifo eine Wette.

Vincenzo Grifo gelingt im Moment so gut wie alles. Sogar Kopfballtore. "Ich glaube, dass ich in meinem ganzen Leben zuvor noch nie ein Kopfballtor gemacht habe", freute sich der Offensivspieler des SC Freiburg nach dem 4:1-Sieg gegen Hertha BSC. Selbst Trainer Christian Streich habe ihm nicht zugetraut, dass ihm das jemals gelinge. Aber es waren gerade mal etwas mehr als sechs Minuten gespielt, als Grifo seinen Coach eines Besseren belehrte. Nach einer maßgeschneiderten Flanke von Jonathan Schmid ging Grifo zwar etwas ungelenk in Stellung, versenkte den Ball aber dennoch aus kurzer Distanz zur Führung.
"Nils Petersen wird an Weihnachten arm sein. Er und ich haben eine Wette laufen, dass ich eine Waschtasche bekomme, wenn ich mal ein Kopfballtor mache." Vincenzo Grifo
Das Tor des italienischen Nationalspielers war der Startpunkt eines fast durchweg perfekten Abends für die Breisgauer. Nach dem dritten Bundesliga-Sieg innerhalb einer Woche entrückte der Sport-Club vor der kurzen Winterpause den Abstiegsplätzen. "Es ist verrückt manchmal im Fußball. Wir haben jetzt gefühlt in einer Woche mehr Punkte gemacht als zuvor in drei Monaten", sagte Streich. Tatsächlich hatte sein Team an den ersten zehn Spieltagen gerade mal acht Punkte geholt. Vor dem DFB-Pokal-Spiel am Mittwoch (20.45 Uhr) beim VfB Stuttgart stehen nun 17 Punkte auf dem SC-Konto. Und Grifo darf sich zudem über einen Kulturbeutel zu Weihnachten freuen.

"Nils Petersen wird an Weihnachten arm sein. Er und ich haben eine Wette laufen, dass ich eine Waschtasche bekomme, wenn ich mal ein Kopfballtor mache", verriet der 27-Jährige bei Sky. Man muss sich nur ein paar von Grifos Zahlen anschauen, um zu erkennen, dass dieses vorweihnachtliche Geschenk redlich verdient ist. Durch sein Kopfballtor steht er nach 13 Spieltagen bereits bei sechs Treffern und stellte damit seinen persönlichen Tor-Rekord für eine ganze Bundesliga-Saison ein. Doch natürlich wollte Streich nicht alleine über seinen Offensivkünstler reden. Der Coach nannte stattdessen die veränderte Einstellung als Grundlage des Erfolgs.

"Wir malochen jetzt wieder und tun alles", betonte der 55-Jährige. Trotzdem hatte der SC Glück, dass die Hertha in ihrer Drangphase nach dem 1:1 durch Dodi Lukebakio (52. Minute) nicht in Führung gegangen war. Stattdessen erhöhte Ermedin Demirovic (59.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor wie aus dem Nichts auf 2:1, Manuel Gulde (67.) und Nils Petersen per Foulelfmeter (90.+3) erledigten den Rest.

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