"Man muss auf gegenseitiges Vertrauen bauen"

Herbert Trogus

Von Herbert Trogus

Do, 14. November 2019

Vogtsburg

BZ-INTERVIEW: Wilhelm und Herlinde Burkart feiern diamantene Hochzeit / Sie reisen gerne und gehen zu den Seniorennachmittagen.

VOGTSBURG-OBERBERGEN. Am 11. November 1959 haben sich Wilhelm und Herlinde Burkart, geborene Gut, vor dem Standesbeamten und Bürgermeister Albert Baumgartner in Oberbergen das Jawort gegeben. Kirchlich getraut wurden sie von Pfarrer Emil Schätzle in der Mauritiuskirche. Anlässlich der diamantenen Hochzeit sprach Herbert Trogus mit ihnen.

BZ: Wie haben Sie sich kennengelernt? Herlinde Burkhart: Wir sind in Oberbergen aufgewachsen und kannten uns schon seit der Schulzeit.

Wilhelm Burkhart: In den 1950er Jahren musste ich immer die Milch zur Abgabestelle im Ort bringen. Da trafen wir uns öfters. Mit der Zeit entwickelten sich Zuneigung und Liebe.

BZ: Wie feiern Sie Ihre diamantene Hochzeit?

Wilhelm Burkhart: Wir feiern am Samstag in der Mauritiuskirche. Das Fest wird vom Kirchenchor sowie von Priska Ihle gesanglich umrahmt.

Herlinde Burkhart: Auf Sonntag haben wir unsere Verwandtschaft und die Nachbarn ins Gasthaus "Rössle" in Altvogtsburg eingeladen.

BZ: Was waren die schönsten Tage in Ihrem Leben?

Herlinde und Wilhelm Burkhart: Der Tag, an dem wir uns das Jawort gaben, und die Geburten unserer beiden Kinder und der Enkelin. Besonders gefreut haben wir uns auch, als wir vor zehn Jahren die goldene Hochzeit feiern konnten.

BZ: Auf was freuen Sie sich jeden Morgen?

Wilhelm Burkhart: Dass wir unser Bett verlassen können, um gemeinsam zu frühstücken und danach in aller Ruhe die Heimatzeitung zu lesen, die wir seit über 50 Jahren abonniert haben.

BZ: Was ist Ihr Rezept für eine glückliche und lange Ehe?

Herlinde Burkhart: Man muss auf gegenseitiges Vertrauen bauen, keiner darf falsch spielen.

Wilhelm Burkhart: Man muss dem Partner vertrauen und miteinander reden, noch vor dem zu Bett gehen. Egal, ob man wütend aufeinander war.

BZ: Erinnern Sie sich noch an den ersten Kuss?

Herlinde Burkhart: Ja, ich kann mich noch erinnern.

Wilhelm Burkhart: Ich auch, es war an der Nordsee.

BZ: Was ist Ihr gemeinsames Hobby?

Herlinde Burkhart: Wir reisen sehr gern und gehen zu den Seniorennachmittagen. Besonders freue ich mich auf unseren monatlichen Stammtisch in Schelingen in der ’Sonne’.

Zur Person: Wilhelm Burkhart arbeitete zwölf Jahre in der WG Oberbergen, 25 Jahre im Badischen Winzerkeller in Breisach und einige Jahre in der Plastikfabrik in Bötzingen. Im Nebenerwerb bewirtschaftete das Paar Reben. Herlinde Burkhart kümmerte sich um die Kindererziehung, arbeitete im Weinberg und verwaltete viele Jahre Ferienzimmer. 31 Jahre sang sie im Kirchenchor, seit vielen Jahren ist sie Mitglied bei den Landfrauen.