Vor einfahrenden Zug geworfen

dpa

Von dpa

Do, 01. April 2021

Panorama

Mordverhandlung in Karlsruhe.

Ein 26-jähriger Syrer soll einen Mann vor einen einfahrenden Güterzug auf die Gleise gestoßen und Rettungsversuche mit Tritten und Schlägen abgewehrt haben. Seit Mittwoch muss er sich wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten. Sein drei Jahre jüngerer Bruder ist wegen Beihilfe angeklagt; er soll den Tatort – den Bahnhof in Waghäusel bei Karlsruhe – abgesichert haben. Der Staatsanwalt sprach von einem "Vernichtungswillen" bei dem Angeklagten und schilderte das Geschehen vom späten Nachmittag des 28. Juli 2020: Der ältere und körperlich überlegene Angeklagte habe den schwer behinderten Mann unvermittelt angegriffen, auf den Boden geworfen und ins Gleisbett gestoßen.