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Waldshuter Kreistag stimmt für SÄK-Kennzeichen

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Mi, 14. Oktober 2020 um 18:38 Uhr

Bad Säckingen

Im Kreis Waldshut wird es bald zwei Kfz-Kennzeichen geben – neben WT für Waldshut auch SÄK für Bad Säckingen. Das Kennzeichen des früheren Kreises kommt zurück.

Der Waldshuter Kreistag hat in seiner Sitzung am Mittwoch in Lauchringen mit großer Mehrheit den Weg für die Wiedereinführung des alten Kfz-Kennzeichens SÄK freigemacht. Lediglich acht Kreisräte stimmten gegen den Antrag der Stadt Bad Säckingen; drei enthielten sich der Stimme. 2012 hatte der Kreistag einen entsprechenden Antrag der Stadt Bad Säckingen noch mit sehr deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Mit diesem Beschluss des Kreistags steht die Wiedereinführung des Kennzeichens zwar erst ganz am Anfang des Behördenwegs, die größte Hürde aber hat sie genommen. Das Landratsamt wird den positiv beschiedenen Antrag jetzt ans Regierungspräsidium weiterleiten, von dort geht er ans Landesverkehrsministerium in Stuttgart und von dort zur abschließenden Entscheidung ans Bundesverkehrsministerium in Berlin. Dessen Zustimmung gilt als sicher.

Der Landkreis Säckingen wurde 1973 aufgelöst

Im Zuge der Kreisgebietsreform zum 1. Januar 1973 wurden die Landkreise Säckingen und Hochschwarzwald aufgelöst. Das bis zu diesem Zeitpunkt ausgegebenen Kennzeichen SÄK wurde für "auslaufend" erklärt. Es war zwar noch gültig, wurde jedoch nicht mehr neu vergeben. Auch das erste Löschfahrzeug der Laufenburger Wehr hat nach wie vor sein altes Kennzeichen. Eine Umfrage von Studenten der Fachrichtung Tourismusmanagement der Hochschule Heilbronn in 140 ehemaligen Kreisstädten oder Kreisstädten, die ihre Kennzeichen durch Fusion verloren hatten – auch in Bad Säckingen – ergab 2011, dass 74 Prozent der Befragten einer Wiedereinführung zustimmen würden.

Im November 2012 war die Wiedereinführung vom Kreistag mehrheitlich abgelehnt worden. Die Kreisräte folgten damit der Argumentation des damaligen Landrates Tilman Bollacher, der sich dafür aussprach, dass ein Landkreis auch ein Kennzeichen haben müsse. Für die Bad Säckinger war das Thema damit jedoch noch nicht vom Tisch. Im Juli vergangenen Jahres starteten gab es eine Petition für die Wiedereinführung.

Bad Säckingens Bürgermeister Alexander Guhl hatte argumentiert, dass die einzige Kur- und Bäderstadt im Landkreis mit dem eigenen Kennzeichen ein bedeutendes Marketinginstrument mit hohem Wiedererkennungswert bekäme.