Spaßgesellschaft

Warum Popautor Joachim Hentschel manchmal den "Thrill" der 90er vermisst

Florian Kech

Von Florian Kech

Mo, 20. Mai 2019 um 15:53 Uhr

Kultur

Zwischen Loveparade und Böhsen Onkelz: Mit "Zu geil für diese Welt" hat der Journalist Joachim Hentschel ein Standardwerk über die 90er geschrieben. Am Freitag diskutiert er in Freiburg.

In Ihrem Buch schicken Sie ein Zitat von Jan Böhmermann voraus, der Coolness als typische Neunziger-Neurose bezeichnet. Aber waren nicht die Achtziger cool und die Neunziger einfach nur schrill und bunt?

Joachim Hentschel: Da haben Sie recht. Hinzu kommt der entscheidende Unterschied: In den Achtziger konnte man zwar Punk sein oder Popper oder Reggaefreak. Aber in den Neunzigern gab es die Möglichkeit, durch die verschiedenen Identitäten hindurch zu surfen. Man konnte jede Woche etwas anderes sein.

Als 1969 Geborener sind Sie eigentlich ein Kind der Achtziger. Warum haben es Ihnen die Neunziger angetan?

Hentschel: Die Achtziger waren meine Teenagerzeit und natürlich haben die mich auch geprägt. Aber man hat noch nicht so teilgenommen am großen Leben. Zudem wurden die Achtziger schon ausreichend verarbeitet, man denke an "Generation Golf" von Florian Illies oder die ganzen Filme. Eine richtige Auseinandersetzung mit den Neunzigern kannte ich nicht. Dabei steckt so viel drin in diesem Jahrzehnt.

In dem Film The Wrestler schimpft Mickey Rourke auf Kurt Cobain, weil dieser die Achtziger auf dem Gewissen habe. Gab es Mittäter?

Hentschel: Sagen wir so, er war sicher kein ...

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