Was die Lahrer Jugend 2013 bewegte

JuZ-Redakteurin Ines Schwendemann

Von JuZ-Redakteurin Ines Schwendemann

Fr, 27. Dezember 2013

Neues für Schüler

Die JuZ erinnert sich: an einen verschwenderischen Bischof, eine Lahrer Blumenschau, den ersten Wahlgang mit 16 und vieles mehr.

2013 – ein Jahr nach dem "Weltuntergang", ging ungefähr so weiter, wie bisher. Trotz allem gab es einige Ereignisse, die uns wohl noch einige Zeit im Kopf herumspuken werden. Ein subjektiver Rückblick.

Denken wir etwas zurück: Bei uns in Lahr begann das Jahr mit dem riesigen Fasnachtsumzug, der sogar live im Fernsehen übertragen wurde. Stundenlang standen wir im leicht nieselnden Regen, um dem lustigen Treiben zuzuschauen. Nur wenige blieben der Veranstaltung fern – trotz des schlechten Wetters. Rückblickend erkennen wir aber, dass jeder Spaß auch seine Kehrseite hat, so waren die Straßen von Lahr noch einen Monat später voller Konfetti.

Für Sportfans bot das Jahr einige Meisterschaften. Handballfreunde freuten sich über die Handballweltmeisterschaft im Januar, Fußballfans jubelten dem Bundesligameister FC Bayern München zu und Motorsportliebhaber verfolgten die interessanten Formel-1-Rennen, aus denen Sebastian Vettel im Oktober zum wiederholten Mal als Sieger hervorging.

Im März überraschte uns alle der Rücktritt des deutschen Papstes Benedikt. Es war das erste Mal, dass ein Papst nicht bis an sein Lebensende im Amt bleibt. Ihm folgte Papst Franziskus, der mit großem Jubel begrüßt wurde.

Ich persönlich erinnere mich auch noch an die Krönung des niederländischen Königs Willem-Alexander und die Geburt des Thronfolgers von England, Prinz George von Cambridge, am 22. Juli. Der internationale Adel war wochenlang das Gesprächsthema in Fernsehen, Radio und Freundeskreis. Wahrscheinlich haben sich auch viele Lahrer Jugendliche gefragt, wie man seinen Sohn heutzutage allen Ernstes noch George nennen kann.

Ein sehr aufregendes Thema war ohne Frage der Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der ein weiteres schlechtes Licht auf die katholische Kirche warf. Man muss sich aber auch wirklich fragen, wie ein einzelner Mensch, der sich noch dazu dem Wohle der Gemeinschaft verpflichtet hat, so viel Geld aus dem Fenster werfen kann. Viele Jugendliche empfanden dabei Empörung und Unverständnis.

Ein ebensolcher Skandal war die Bespitzelung der alten und neuen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Verbunden mit dieser Wahl war für die Lahrer Jugendlichen auch die Oberbürgermeisterwahl, bei der erstmals mit 16 Jahren gewählt werden durfte.

Lahr bot 2013 einige Veranstaltungen, die von vielen Jugendlichen gerne besucht wurden: Darunter war auch das Lichterfest, das dieses Jahr völlig überfüllt war. Und dann gab es da noch die Chrysanthema, zu der wie gewöhnlich eher ältere Semester kamen.

Leider war das Jahr 2013 nicht nur mit schönen Dingen verbunden, für viele Jugendliche gab es auch Trauriges: Der Tod des Kinderbuchautors Ottfried Preußler, von Hollywoodlegende Paul Walker und des afrikanischen Friedenskämpfers Nelson Mandela machte vielen zu schaffen. Es gab auch Katastrophen, wie den Taifun Haiyan, der auf den Philippinen 5500 Opfer forderte, oder den Anschlag auf den Boston-Marathon im April und den Krieg in Syrien.

Mal sehen, was uns nächstes Jahr erwartet. Vielleicht gibt es ja wieder einen verschwenderischen Bischof. Es sei denn, die NSA hat ein Auge auf dessen Budget. Und mit ganz viel Glück gibt’s auch ein besonderes Programm für Jugendliche bei der Chrysanthema.