Wehr darf sich jetzt "Fairtrade-Town" nennen

Erika Bader

Von Erika Bader

Do, 21. Januar 2021

Wehr

Auf eine feierliche Auszeichnung muss die Stadt noch warten, da die aktuelle Corona-Situation eine Urkundenübergabe verhindert.

Die Stadt Wehr darf sich nun mit dem Titel "Fairtrade-Town" schmücken. Die deutsche Dachorganisation "Transfer e.V." – die benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländer unterstützt – hat der Stadt Wehr im Herbst mitgeteilt, dass ihre Bewerbung durch das oberste Prüfgremium zwischenzeitlich erfolgreich bestätigt wurde.

Im Zuge eines Bewerbungsverfahrens wurde gemeinsam mit dem Weltladen Wehr eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die die künftigen Aktivitäten vor Ort koordiniert und aus Vertretern der Bereiche Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft besteht. Dazu zählen Vertreter beider kirchlicher Konfessionen, des Einzelhandels, der Kreditinstitute, der Gastronomie, der Vereine sowie Schulen und Kindergärten.

Sobald es die Umstände erlauben, soll die entsprechende Urkunde zur Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt persönlich im Rahmen einer Veranstaltung überreicht werden.

Seit mehr als zehn Jahren kooperieren die Stadt Wehr und der Weltladen eng miteinander. Allerdings bestehen bereits seit vielen Jahrzehnten insbesondere von Seiten der Kirchengemeinden enge Beziehungen in zu entwickelnde Länder wie Chile, Argentinien, Indien und weitere. Aufgrund dieser langjährigen Aktivitäten beim fairen Handel hatte sich die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Weltladen entschieden, den Titel einer "Fairtrade-Town" anzustreben.

Die Kampagne "Fairtrade-Towns" wurde im Jahr 2001 durch eine private Initiative in Großbritannien ins Leben gerufen. Zwischenzeitlich haben sich rund 2000 Städte in 24 Ländern der Bewegung angeschlossen, davon rund 500 Kommunen in Deutschland.