Weihnachtsmarkt im Schneetreiben

Hans-Jürgen Sackmann

Von Hans-Jürgen Sackmann

Mo, 29. November 2021

Herrischried

Strenge Corona-Regeln in Herrischried / Nur wenige Besucher kommen deshalb / Die Kinder haben ihren Spaß.

. Der Gewerbeverein Herrischried hat eine mutige Entscheidung getroffen: Trotz steigender Corona-Zahlen veranstaltete er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen seinen Weihnachtsmarkt am Samstag. Doch es kamen nur wenige Besucher zu dem Event, das bei heftigem Schneetreiben stattfand.

Der Vorstand des Gewerbevereins hatte sich mit folgendem Argument für den Weihnachtsmarkt mit Baumschmücken entschlossen: Die Veranstaltung sei klein und überschaubar und nicht mit den großen Märkten zu vergleichen. Die Ansteckungsgefahr schätzten die Verantwortlichen somit als gering ein. Man wolle den Herrischriedern die Möglichkeit bieten, sich bei einem kleinen Ratsch zu treffen, einen Glühwein zu trinken und etwas Leckeres essen, hieß es.

Der Mut des Gewerbevereins wurde am Samstagnachmittag nur bedingt belohnt: Da zu den Ständen nur Geimpfte und Genesene vorgelassen wurden, die zusätzlich noch ein negatives Corona-Testergebnis (2G Plus) vorweisen mussten, kamen viele Bürgerinnen und Bürger erst gar nicht. Und manch einer, der gerne eine leckere Bratwurst gegessen und sich mit seinen Kindern mit süßen Waffeln gestärkt hätte, wurde nicht vorgelassen, weil er keinen Test dabei hatte. Offenbar waren viele nicht informiert, dass sie sich am Freitagabend in der Rotmooshalle einen Covid-Antigen-Schnelltest hätten besorgen können. Manche von ihnen verließen entnervt den Le-Castellet-Platz, auf dem der Weihnachtsmarkt stattfand. Die Probleme wären zu vermeiden gewesen, wäre während des Markts in der Halle getestet worden.

Auch Petrus meinte es nicht so gut mit den Marktbetreibern. Immer wieder fegten heftige Schneeschauer über die Stände hinweg. Eingemummelt in warme Schneeanzüge hatten aber die Kleinsten mächtig Freude. Sie bastelten Schneebomben. Sichtlich Spaß machten ihnen die Schneeballschlachten. Die Herrischrieder Jugendfeuerwehr, die perfekt für so ein Schauerwetter ausgerüstet ist, trotzte ebenfalls dem Wetter. Auf dem Hubsteiger schmückten sie den mächtigen schneebedeckten Tannenbaum wunderschön. Auch die Kinder durften helfen. Victoria Gerspach, die Vorsitzenden des Gewerbevereins, überreichte den Kindern zur Belohnung für ihren Einsatz eine Naschtüte aus dem geheimnisvollen roten Sack. Die Besucher außerhalb der Absperrung bekamen, wenn sie höflich nachfragten, einen Glühwein und eine Bratwurst über das Trassenband gereicht. Zur Freude aller beruhigte sich das Wetter zum Ende des Marktes. Das erleichterte den Abbau der Stände und die Heimfahrt bei einbrechender Dunkelheit.