Weitere Überschwemmungen befürchtet

afp

Von afp

Mo, 16. September 2019

Panorama

Zahl der Toten nach Unwettern in Spanien auf sechs gestiegen / 3500 Menschen evakuiert.

MADRID (AFP). Im Südosten Spaniens sind wenige Tage nach den verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen mit sechs Toten erneut mehrere Orte evakuiert worden. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, räumten die Einsatzkräfte zwei Campingplätze in der Provinz Alicante sowie eine Wohnsiedlung im Dorf Almoradi. Hunderte Menschen mussten die Gebiete demnach unter anderem wegen eines nahegelegenen überschwemmten Flusses aus Sicherheitsgründen verlassen.

Obwohl die Intensität der Regenfälle abgenommen habe, warnte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles, das Risiko sei "noch nicht vorüber". Wegen der hohen Wasserstände des Flusses Segura würden neue Überschwemmungen befürchtet. Das Unwetter zog derweil weiter in das Zentrum der Iberischen Halbinsel – die staatliche Wetterbehörde hielt die Warnung vor starken Regenfällen für 14 Provinzen aufrecht.

Am Samstag war die Zahl der Todesopfer des schweren Unwetters laut Behörden auf sechs gestiegen. Die Regionen Valencia, Murcia und Andalusien im Südosten Spaniens waren ab Mittwoch von heftigen Regenfällen heimgesucht worden.

Nach Angaben von Meteorologen erlebten einige Orte die schlimmsten Unwetter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1917. Flüsse traten über die Ufer, Straßen und Gleise wurden überflutet und Häuser überschwemmt. Rund 3500 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser und Campingbehausungen verlassen.