Schulweg macht in Wembach Probleme

Martin Klabund

Von Martin Klabund

Do, 19. September 2019

Wembach

Eltern beklagen, dass nicht alle Monatskarten für die Schülerbeförderung zur Buchenbrandschule in Schönau bezuschusst werden.

WEMBACH. Für eine erhebliche Diskussion in der Gemeinderatsitzung sorgte am Dienstag das Thema Schülerbeförderung. Einige Eltern hatten die Sitzung besucht, um mit Bürgermeister Rüscher zu klären, warum ein Teil der Wembacher Grundschüler die Kosten für Busmonatskarten zur Schule in Schönau zu einem ermäßigten Preis kaufen kann, während andere Schüler für ihre Monatskarten den vollen Preis bezahlen müssen. Sie äußerten ihren Unmut zu Beginn der Sitzung von den Besucherreihen aus.

Bürgermeister Christian Rüscher erklärte ihnen daraufhin den komplizierten Sachverhalt und erläuterte die angewendete sogenannte Zwei Kilometer-Regelung, die besagt, dass Grundschüler, die einen als gefährlich eingestuften Schulweg haben und im Umkreis von zwei Kilometern um ihrer Schule leben, die Fahrkarte für die Schülerbeförderung von der Gemeinde erhalten und lediglich einen Eigenanteil zu tragen haben. Die beklagte Ungerechtigkeit besteht darin, dass dieser besagte Radius streckenweise mitten durch ein Wohngebiet in Wembach schneidet, so dass ein Teil der Schülereltern die Monatskarte für ihren Nachwuchs komplett selbst bezahlen muss.

Dabei sei grundsätzlich noch nicht geklärt, ob die Schulwege zur Buchenbrandschule in Schönau als gefährlich eingestuft werde, denn die entsprechende, dringend erwartete Expertise der Polizei stehe noch aus. Sollte das Gutachten zu dem Schluss kommen, dass der Schulweg ungefährlich sei, würde der Zuschuss zu den Monatstickets ganz wegfallen. Aktuell betragen die Gebühren für das Monatsticket 41 Euro, wovon die Eltern neun Euro Eigenanteil bezahlen müssen. Aus Sicht der Eltern ist der Schulweg nach Schönau ganz und gar nicht sicher: Auf dem Schulweg befindet sich weder eine Ampel noch ein Zebrastreifen oder ein Radweg, hieß es. Bürgermeister Rüscher versicherte den Eltern, dass es Ziel sei, alle Wembacher Schüler der Buchenbrandschule kostenfrei zu befördern. So möchte die Gemeinde sicherstellen, dass alle Kinder die Chance haben mitzufahren, auch die sozial schwächer gestellten.