Wenn der Aprilscherz Realität wird

Ulf Vogler

Von Ulf Vogler (dpa)

Do, 25. Juni 2020

Panorama

Das Regensburger Studentenwerk bietet einen Lieferdienst für das Mensa-Essen in Ostbayern an.

. Vor ein paar Jahren sorgte die Idee noch für Lacher – als Aprilscherz des Studierendenwerkes Tübingen-Hohenheim: "Studenten lassen sich das Mensa-Essen nach Hause oder sogar direkt in den Hörsaal liefern." Nun setzt das Regensburger Studentenwerk in der Corona-Krise die Witzidee um.

An den Hochschulstandorten in Niederbayern und der Oberpfalz gibt es nun den "Mensa-to-go-Lieferdienst". Studierende und Bedienstete der Hochschulen und Universitäten in Regensburg, Passau, Landshut und Deggendorf können künftig Mensa-Essen in heimischer Atmosphäre genießen. Ob die Idee Schule macht, ist noch fraglich. Andere Studentenwerke beobachten die Initiative aus Ostbayern und warten zumeist erst einmal ab. In einzelnen Städten wie Hamburg werden Lieferdienste auch geprüft.

Nicolas Müller vom Regensburger Studentenwerk geht davon aus, dass der neue Service bundesweit einmalig ist. Seit einigen Wochen läuft das Projekt bereits. Nachdem mittlerweile auch der Internet-Bestellshop fertig programmiert ist, will das Studentenwerk den Lieferdienst nun offensiv vermarkten. Müller berichtet von einer steigenden Tendenz der täglichen Bestellungen: Am Anfang seien es etwa ein Dutzend gewesen, mittlerweile orderten rund 60 Interessierte Gerichte wie Reibekuchen oder Pizza.

Dreistellig solle die Zahl der Kunden laut Müller pro Tag auf jeden Fall werden. Der Mindestbestellwert für das Essen, das meistens daheim erwärmt werden muss, liegt bei fünf Euro. Die Bestellungen werden durch studentische Fahrradkuriere oder auch von Mitarbeitern mit Autos ausgeliefert.