Christi Geburt

Werden wie er? Warum Menschen sich Vorbilder nehmen

Sarah Nagel, Stefan Hupka, Franz Schmider und Thomas Steiner

Von Sarah Nagel, Stefan Hupka, Franz Schmider & Thomas Steiner

Do, 24. Dezember 2009

Panorama

Was ist das überhaupt: Vorbild, und wozu braucht man es? Das fragten wir Menschen, die sich darüber Gedanken gemacht haben. Hier einige Antworten.

Er ist die bekannteste Persönlichkeit der Menschheitsgeschichte. Sein Bild findet man fast überall, wo Menschen leben – Porträts von ihm als Wickelkind mit Heiligenschein, als Wundertäter, als Gekreuzigter. Ist er ein Vorbild, der Mann, der heute Geburtstag hat? Was ist das überhaupt: Vorbild, und wozu braucht man es? Das fragten wir – zur Feier des Tages – Menschen, die sich darüber Gedanken gemacht haben. Hier einige Antworten.
Du kannst es schaffen
Bahar Kizil
Es gibt dieses Video von Mariah Carey, da sitzt sie im Kino und wirft mit Popcorn. Heartbreaker heißt der Song. Ich war elf Jahre alt, als ich das auf MTV gesehen habe, und wusste: Das will ich auch. Mich hat beeindruckt, dass man in Videos in eine Rolle schlüpfen kann und plötzlich jemand ganz anderes ist. Ich habe sofort mit Gesangsunterricht angefangen, mit zwölf hatte ich meine erste Band. Da habe ich "Summer of ’69" von Bryan Adams gecovert, das fand ich cool. Mit 14 habe ich in einer Funk-Soul-Band gesungen, Gate of Dreams. Und dann kam meine Zeit bei Sand am Meer. Mit den Bands haben sich auch meine musikalischen Vorbilder geändert: Erykah Badu, Jamiroquai und Beyonce gehören bis heute dazu. Ich denke, ohne diese Vielfalt hätte ich mich gesanglich gar nicht so entwickelt.
Ich mag Künstler, die nicht für ihre Skandale bekannt sind. Mein allergrößtes Vorbild ist aber meine Mutter. Sie ist herzlich, kümmert sich um jeden und hat – finde ich – auch eine ordentliche Leistung bei mir und meinen Schwestern vollbracht.
Am Anfang, als ich durch "Popstars" bekannt wurde, war es komisch, mich selbst im Radio zu hören oder im Fernsehen zu sehen. In manchen Bars haben die Barkeeper "Shame" aufgelegt, wenn sie mich erkannt hatten. Einmal war ich im Solarium und es kam "Hot Summer" aus den Boxen. Heute ist das nicht mehr so aufregend, nur meine Mutter springt noch rum und ruft, "Bahar ist im Fernsehen, Bahar ist im Fernsehen", wenn etwas kommt.
Dass ich Fans habe, die ich gar nicht kenne, wurde mir bei "Popstars" erst nach und nach bewusst. Wir waren da ja doch recht abgeschottet und plötzlich haben mich Leute angefeuert, die ich noch nie gesehen habe. Dann bekommt man mit, wie kleine ...

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