Projekt von Studierenden

Vor- und Nachteile fünf wichtiger Strategien gegen den Klimawandel

Tamara Graner, Sara Riedel, Felix Röller, Lukas Schnell, Anna Trautwein, Adina Weiler und Lars Wichmann

Von Tamara Graner, Sara Riedel, Felix Röller, Lukas Schnell, Anna Trautwein, Adina Weiler & Lars Wichmann

Fr, 11. Juni 2021 um 15:58 Uhr

Wirtschaft

BZ-Abo Der Kampf gegen den Klimawandel gilt als die große Herausforderung für die Menschheit. Doch wie geht man am besten gegen ihn vor? Studierende der Uni Freiburg stellen fünf Werkzeuge vor und bewerten sie.

1. Der Emissionshandel
Beim Emissionsrechtehandel legt der Staat gemäß seinen klimapolitischen Zielen eine Obergrenze für den Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß fest. Für die zulässige CO2-Gesamtmenge werden Zertifikate geschaffen, also verbriefte Rechte, Abgase auszustoßen, die auch gehandelt werden können. Die Zertifikate versteigert oder verschenkt der Staat an Unternehmen, die Abgase produzieren. Möchte ein Unternehmen eine bestimmte CO2-Menge ausstoßen, muss es dafür eine ausreichende Anzahl an Zertifikaten besitzen.
Hat das Unternehmen nicht genügend Zertifikate für die geplante Kohlendioxid-Menge, muss es seine Produktion drosseln oder Zertifikate von anderen Unternehmen hinzukaufen. Angeboten werden Zertifikate von Unternehmen, die mehr Zertifikate besitzen, als sie benötigen – beispielsweise, weil sie ihre Produktion auf ein abgasärmeres Verfahren umgestellt haben.
Wenn die Gesamtmenge an Zertifikaten knapp ist und viele Unternehmen Zertifikate nachfragen, aber nur wenige Zertifikate angeboten werden, steigt der Preis pro Zertifikat. Die Unternehmen spüren dies schmerzhaft, denn die Ausgaben für die Zertifikate sind Teil ihrer Produktionskosten. Grundsätzlich können auch Umweltverbände den Firmen Zertifikate "wegkaufen".
Unternehmen, die leicht und kostengünstig ihre Abgaserzeugung reduzieren können, haben einen starken Anreiz, in abgasarme Anlagen zu investieren. Dadurch erhalten sie wertvolle Zertifikate, die sie an Unternehmen verkaufen können, die beim Einsparen von CO2 größere Probleme haben.
Die ausgestoßene CO2-Menge sinkt, obwohl einige Branchen mit hohem Abgasausstoß zunächst nur wenig dazu beitragen. Für sie bleibt es günstiger, Zertifikate zu kaufen, als in CO2-arme Produktionsverfahren zu investieren. Aus ökonomischer Sicht spielt es keine Rolle, welche Unternehmen CO2 einsparen, solange die CO2-Menge insgesamt ausreichend sinkt und dies möglichst kostengünstig geschieht. Weitergehende Emissionssenkungen lassen sich erreichen, wenn die Anzahl der Zertifikate durch den Staat verkleinert wird.
Klimawandel: Das Polareis schmilzt noch schneller als bisher befürchtet
Laut Kyoto-Protokoll (1997) ist der Emissionsrechtehandel ein wichtiges Klimaschutzinstrument und wurde deshalb von vielen Unterzeichnerstaaten eingeführt. Viele Länder, Regionen oder Branchen haben sich das 2005 eingeführte europäische Emissions Trading System (ETS) als Vorbild für ihre Handelssysteme genommen.
Der Vorteil des Emissionsrechtehandels ist, dass er über Preisveränderungen für Abgase starke Anreize zum Klimaschutz setzt. ...

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