Zischup-Kommentar

Wider die Natur von Pferden

Jana Walter, Klasse 8b, Klosterschulen Unserer Lieben Frau

Von Jana Walter, Klasse 8b, Klosterschulen Unserer Lieben Frau (Offenburg)

Mi, 15. Juli 2020 um 16:38 Uhr

Schülertexte

Mit dem Reitsport wird sehr viel Geld verdient. Nur leider passiert das nicht immer zum Wohl der Tiere. Ein Meinungsbeitrag von Jana Walter, Schülerin der Klasse 8b der Offenburger Klosterschulen.

Der sogenannte Springsport und der Handel mit Pferden (Springpferden) sind weltweit sehr verbreitet. Beim Springen durchlaufen Pferd und Reiter einen Parcours, in dem die Pferde teilweise gezwungen werden, in kürzester Zeit über verschiedene Hindernisse zu springen. Springt ein Pferd nicht hoch genug und berührt mit den Beinen die Stange eines Hindernisses, so dass diese herunterfällt, gibt es Strafpunkte. Die Hindernisse sind in den höchsten Klassen bis zu 1,60 Meter hoch. Daher kommt es häufig vor, dass Pferde ein Hindernis verweigern oder schwere Verletzungen davontragen, wenn sie zum Beispiel in das Hindernis hineinstürzen, denn je anspruchsvoller der Parcours umso höher ist das Verletzungsrisiko der Tiere.

Kommt es zu einer starken Verletzung, wie zum Beispiel einem Beinbruch, ist das Tier für den Sport unbrauchbar. Pferde zu zwingen, über derart hohe Hindernisse zu springen, entspricht in keiner Art und Weise den natürlichen Bewegungsabläufen dieser Tiere. Denn in der Natur springen Pferde nur in ausweglosen Situationen über Hürden wie zum Beispiel Gräben. Mit schrecklichen Methoden, wie zum Beispiel dem Blistern, werden Pferde häufig dazu gebracht, höher zu springen, das heißt, die Pferdebeine werden mit einer chemischen Substanz eingerieben, die zu Schmerzen führt, sobald das Tier eine Stange berührt.