Besuch im Flüchtlingslager

Wie die Rohingya-Frauen in Myanmar gedemütigt und vertrieben werden

Willi Germund

Von Willi Germund

Do, 30. August 2018 um 14:14 Uhr

Ausland

BZ-Plus Ein Jahr nach der Vertreibung der Rohingya aus Myanmar berichtet ein Vergewaltigungsopfer über ihr Leben. Ein Besuch im größten Flüchtlingslager der Welt, in dem mehr als 700.000 Menschen leben.

Hasina Begum wird ihres Lebens nicht mehr froh. 20 Jahre ist sie alt, sie hat einen einjährigen Sohn und eine dreieinhalb Jahre alte Tochter. Nun kauert sie auf dem Boden ihrer Hütte, fünf mal sechseinhalb Meter groß. Statt Wänden gibt es Bambusgitter, statt einem Dach eine Zeltplane. Mit zehn anderen Menschen teilt sich Hasina Begum ihr Heim, das fern der Heimat liegt – im Flüchtlingslager Kutapalong nahe Bangladeschs Küstenbadeort Cox Bazar. Mit monotoner Stimme berichtet die junge Frau von jenem 28. August vor einem Jahr, als sie mittags um halb drei ihren Ehemann das letzte Mal sah. "Sie haben ihn verhaftet. Seitdem ist er spurlos verschwunden."

Hasina Begum gehört zu den Rohingya-Frauen, die vor ihrer Zwangsvertreibung aus Myanmar vergewaltigt und von den Tätern in einer perversen, fast rituell ...

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