Wie erkenne ich Falschmeldungen?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 16. März 2020

Deutschland

Soziale Netzwerke sind keine seriösen Informationsquellen / Nachrichten nicht blind weiterleiten.

Die wichtigste Waffe, um Falschmeldungen entgegenzutreten, ist der gesunde Menschenverstand. Vorweg: Wie plausibel ist eine Meldung? Zum Beispiel der Fall Ibuprofen und Corona (siehe Text oben): Hätten Ärzte tatsächlich einen solchen Zusammenhang entdeckt, würden sie als eine der Berufsgruppen, die am stärksten darunter leiden werden, wenn es mehr Schwerkranke gibt, nicht erst recht öffentlich darauf hinweisen?

Wenn es so einfach ist, das Coronavirus mit einem Schluck Wasser wegzuspülen, warum soll man dann beim Händewaschen unbedingt Seife nehmen? Und warum wird diese scheinbar so wichtige Information nur per Whatsapp verbreitet? Um Verschwörungstheoretikern vorzugreifen: Welchen Nutzen hat die Regierung von überfüllten Krankenhäusern und hohen Todeszahlen? Den Sieg bei einer Wahl holt man sich so eher nicht.

Generell gilt: Die sozialen Netzwerke sind keine seriösen Informationsquellen. Wenn eine Nachricht Sie auf diesen Wegen erreicht, sollten Sie kurz innehalten, bevor Sie sie entrüstet oder gut meinend als Ratschlag von besorgter Mutter zu besorgter Mutter weiterleiten. Googeln Sie Schlagworte zu der Meldung, beispielsweise "Aldi Corona Whatsapp" oder "Ibuprofen Corona Kettenbrief". Meist haben Sie damit schon Erfolg. Gehen Sie auf die Internetseiten der genannten Quellen einer angeblichen Meldung, wurde dort etwas dazu veröffentlicht? Portale wie mimikama.at und verbraucherschutz.com sind schnell beim Aufspüren von Fake News, sie analysieren und begründen genau, warum etwas nicht wahr sein kann.

Zuverlässige Informationsquellen für alle Corona-Themen sind: bundesgesundheitsministerium.de, infektionsschutz.de und rki.de, die Internetseite des Robert-Koch-Instituts.