18. Jahrhundert

Wie es in Lörrach zum erbitterten Streit um Kirchenstühle kam

Peter Kunze

Von Peter Kunze

So, 18. März 2018 um 12:30 Uhr

Lörrach

BZ-Plus Die Anordnung der Sitzplätze in Kirchen spiegelte über Jahrhunderte gesellschaftliche Hierarchien. Auch in Lörrach kam es zu einer erbitterten Auseinandersetzungen.

Es war das Jahr 1718, als ein Synodenprotokoll über die Lörracher Kirche vermerkte: "Alle Wochen gebe es Hader und Zank, da die Weiberstühle nicht wohl den halben Teil der Weiber fassen" und "sich bittere Gemüter noch in der Kirche darüber reißen und schlagen werden ." Wie schnell ein Kirchenstuhl wenig später zum Politikum werden konnte, zeigen Aktenfunde aus dem Generallandesarchiv in Karlsruhe.

So ließen sich 1774 zwei aus Bern zugewanderte Neubürger, der bekannte Textilfabrikant Küpfer und sein Schwiegersohn Gmehlin, in der Kirche einen Kirchenstuhl neben dem des fürstlichen Verwalters errichten. 1782 hatte sich dann auch der Schweizer Textilfabrikant Franck 1782 einen Kirchenstuhl einbauen lassen, den aber andere Personen unerlaubterweise "mitbenutzten". ...

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