Erfahrungsaustauschgruppen

Wie Kritik den südbadischen Wohlstand sichert

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Di, 10. November 2015

Wirtschaft

In den Erfahrungsaustauschgruppen des Wirtschaftsverbandes WVIB lernen Chefs voneinander und sagen, was sie bei anderen Firmen für verbesserungswürdig halten.

MÜLLHEIM/FREIBURG. Warum ist es der südbadischen Industrie gelungen, sich dem technischen Wandel anzupassen und den Herausforderungen durch den Wettbewerb mit Billiglohnanbietern zu trotzen? Sachliche Kritik und die Bereitschaft, von anderen Unternehmen zu lernen, haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Das zeigen die Erfahrungsaustauschgruppen des Wirtschaftsverbandes Industrieller Unternehmen Baden (WVIB).

Was hätte wohl Karl Popper dazu gesagt? Wahrscheinlich hätte der österreichisch-britische Philosoph (1902–1994) anerkennende Worte für die 16-köpfige Unternehmergruppe übrig gehabt, die sich beim Mittelständler Auma in Müllheim trifft. Die Mitglieder der Erfahrungsaustausch-Gruppe 31 (Erfa 31) des Wirtschaftsverbandes Industrieller Unternehmen schätzen, was auch Popper als berühmtem Verfechter einer freiheitlichen Gesellschaft lieb und teuer war.
Es ist die Überzeugung, dass offen geäußerte, sachliche Kritik und das voneinander Lernen Quellen des Fortschritts sind, weil vor allem sie zu Verbesserungen führen. Diese gleichen nicht gigantischen Sprüngen, sondern oft nur kleinen, winzigen Schritten. So können sich Institutionen wie Unternehmen weitgehend reibungslos an die sich verändernden Bedingungen der Umwelt anpassen – ohne dass dabei die Welt jedes Mal mit einer Revolution und Getöse auf neue Füße gestellt werden muss.
Die Industrie im Südwesten hat dies geschafft. Sie hat den Übergang von der analogen in die digitale Technik bewältigt und erfolgreich neuen Wettbewerbern aus aufstrebenden Ländern wie China getrotzt. Obwohl mancher Experte vor 30 Jahren den Tod vieler Industriebetriebe gerade im Schwarzwald vorhersagte, finden sich nach wie vor zahlreiche Weltmarktführer in den Tälern und angrenzenden Ebenen des Mittelgebirges. Sie bilden die Basis für ...

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