Premierministerin Theresa May

"Wir fürchten uns nicht"

Peter Nonnenmacher

Von Peter Nonnenmacher

Fr, 24. März 2017

Ausland

Nach dem Anschlag in London fordert die Premierministerin die Briten auf, ruhig zu bleiben / Die Nervosität ist aber groß – und die Rechten wittern ihre Chance.

"Business as usual" – das fordert die Premierministerin am Donnerstag für London. Die Stadt an der Themse müsse ihrem täglichen Geschäft unbeirrt nachgehen, sagt Theresa May. In typisch stoischer Haltung will Westminster so auf die Terroraktion reagieren, die Stadt und Land am Vortag so brutal aufgeschreckt hat. Alles andere, da sind sich die meisten Briten mit den Politikern einig, würde potenziellen Gewalttätern nur in die Hände spielen.
Ganz so einfach ist es nicht. Spürbare Nervosität hat seit Mittwochnachmittag in der Londoner Innenstadt die Leute erfasst. Am Donnerstag fragen sich viele, die aus den U-Bahn-Haltestellen Leicester Square, Picadilly Circus oder Embankment strömten, ob dies nur der Anfang ist. "Das war ja nur ein einzelner Verrückter, und er war nur mit einem Messer bewaffnet", sagt ein junge Verkäuferin auf der Charing Cross Road. "Was ist, wenn sich eine ganze Terrorgruppe zu einer größeren Tat verschwört?"
Die Sorge ist verständlich. Wiewohl es sich nach Auffassung der Polizei bei dem 52-jährigen Khalid Masood um einen einzelnen Attentäter handelt, endete dessen Anschlag in einem Blutbad, wie es London seit den Kings-Cross-Anschlägen von vor zwölf Jahren nicht mehr erlebt hat. Fünf Tote und etwa vierzig Verletzte, darunter zwei, die noch immer in Lebensgefahr schweben, werden gezählt. Die Opfer kommen aus einem Dutzend verschiedener Länder. Das ist kein Zufall: Westminster ist nicht nur das vielbeschworene Herz der britischen Demokratie, sondern auch eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Stadt.
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