Interview

Der Chef des Elektrotechnik-Zentralverbands über die Großbaustelle Stromnetz

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Sa, 08. August 2015

Wirtschaft

Laut Michael Ziesmer hat der Solarstrom in Deutschland eine Zukunft.Doch der Netzausbau birgt weiter Herausforderungen.

roht die Energiewende zu scheitern, weil der Ausbau der Solarenergie unter den selbst gesteckten Zielen bleibt? Hinkt die heimische Industrie bei der Verschmelzung von Internet und Produktion der US-Konkurrenz hinterher? Im BZ-Interview präsentiert Michael Ziesemer, Präsident des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und stellvertretender Vorstandschef von Endress+Hauser, seine Sicht.

DBZ: Herr Ziesemer, die deutsche Solarindustrie liegt am Boden. Die Freiburger Solar-Fabrik wird abgewickelt. Von einem Aufschrei des ZVEI war nichts zu hören. Hat der Verband die Branche abgeschrieben?
Ziesemer: Nein, davon kann keine Rede sein. In der Bundesrepublik hat die Photovoltaik weiter eine Zukunft. Über die eigene Solaranlage lässt sich heute schon ein beträchtlicher Teil des eigenen Strombedarfs decken. Mit Hilfe von neuen leistungsfähigeren Speichern und effizienteren Wechselrichtern wird sich der selbst produzierte Solarstrom noch besser im eigenen Haushalt nutzen lassen. Hier liegt eine große Chance für die Branche.
BZ: Die entlassenen Arbeitnehmer und insolventen Unternehmen haben von dieser Perspektive nichts. Hätte sich der Verband nicht stärker für die Not leidenden Betriebe einsetzen müssen?
Ziesemer: Strom wird in Zukunft vor allem aus erneuerbaren Energien kommen. Davon ist der ZVEI überzeugt. Die Leitlinie des Verbandes war aber stets, sich gegenüber den unterschiedlichen Technologien neutral zu verhalten. Vor allem der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit sollen darüber bestimmen, zu welchen Anteilen die Solarenergie, die Windkraft oder die Biomasse zur künftigen Energiegewinnung beitragen. Es ergibt auch ...

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