Diskussion

Industrie 4.0: Auf der Suche nach der Wirtschaft von morgen

Mo, 20. April 2015 um 08:14 Uhr

Wirtschaft

Es gibt mehr als 130 unterschiedliche Definitionen des Schlagworts Industrie 4.0. Dabei ist es vor allem ein Weckruf an die Unternehmen, den rasanten technischen Fortschritt nicht zu verschlafen.

Mit Industrie 4.0 verhält es sich ein wenig so wie mit der Sozialen Marktwirtschaft. Obwohl alle darüber sprechen und das Schlagwort gern für sich in Anspruch nehmen, versteht jeder etwas anderes darunter. Mehr als 130 unterschiedliche Definitionen des Begriffs hat der Informationstechnik-Branchenverband Bitkom bei einer Umfrage unter Unternehmen gesammelt. Auch er hat eine eigene. Gespeist wird Industrie 4.0 von Daten, was das Verständnis nicht einfacher macht. Sie bewegen sich als elektrische und optische Signale mit hoher Geschwindigkeit durch Leitungen, werden von Mikroprozessoren verarbeitet und am Ende auf Bildschirmen sichtbar – für Otto Normalverbraucher nur ein schwer vorstellbarer Vorgang.

Am leichtesten nähert sich der Interessierte Industrie 4.0, wenn er an das Smartphone, den Personal-Computer und das Internet denkt. Sie ermöglichen ständige Erreichbarkeit, den bequemen und preisgünstigen Einkauf im Netz, den Echtzeittratsch über 1000 Kilometer hinweg per Facebook-Seite oder die Hotelbuchung per Mausklick.

Voraussetzung dafür ist technischer Fortschritt. Smartphones verarbeiten heute deutlich mehr Daten pro Zeiteinheit als die Computer der Mondlandungsmission. Gleichzeitig lassen sich auf handgroßen Festplatten die Inhalte von Bibliotheken speichern. Die Informationen werden mittels verbesserter Übertragungstechnik in Bruchteilen von Sekunden rund um den Globus gejagt. Ökonomen sprechen von geringeren Transaktionskosten, also dem ...

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