"Ohne Einwanderer geht Wohlstand verloren"

Hannes Koch

Von Hannes Koch

Sa, 07. August 2010

Wirtschaft

BZ-INTERVIEWmit dem Bevölkerungsforscher Reiner Klingholz.

BERLIN. Deutschland braucht dringend Fachkräfte aus dem Ausland, sagt Reiner Klingholz, der Chef des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Er stimmt damit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zu, der vorgeschlagen hat, ausländischen Fachkräften ein Begrüßungsgeld zu zahlen, damit diese nach Deutschland kommen. Kanzlerin Angela Merkel lehnt das ab. Im Jahr 2009 kamen rund 10 000 hoch qualifizierte Ausländer nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Mit Klingholz sprach Hannes Koch.

BZ: Viele Unternehmen würde gerne Ingenieure aus dem Ausland holen, weil sie in Deutschland zu wenige finden. Kanzlerin Merkel aber lehnt mehr Einwanderung ab. Brauchen wir ausländische Arbeitskräfte oder können wir ohne sie auskommen?
Klingholz: Schon heute benötigt Deutschland gut ausgebildete Zuwanderer, in Zukunft aber noch viel mehr.
BZ: Wenn Menschen aus fremden Ländern zu uns kommen, beschleicht manchen Einheimischen ein ungutes Gefühl. Wie antworten Sie auf solche Vorbehalte?
Klingholz: Wir Deutsche haben historisch gesehen mit Einwanderung sehr gute Erfahrungen gemacht. Berlin und Brandenburg hätten sich ohne die Hugenotten aus Frankreich viel schlechter entwickelt. Und das Ruhrgebiet war auf die Schimanskis und Koslowskis aus Osteuropa angewiesen, um zum industriellen Herz Deutschlands zu werden. Länder wie die USA, Kanada und Neuseeland ...

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