BZ-Interview

Rainer Grießhammer vom Öko-Institut: "Ohne Partner geht gar nichts"

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Do, 28. Juni 2018 um 20:30 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Er ist bekannt als "Gute-Laune-Öko": Nach fast 40 Jahren zieht sich Rainer Grießhammer aus der Geschäftsführung des Öko-Instituts zurück. Seine Bilanz fällt gemischt aus.

In einem Porträt der Badischen Zeitung wurde er als "Gute-Laune-Öko" bezeichnet. Denn seine Argumente trägt Rainer Grießhammer freundlich und ohne Verbissenheit vor. Nun zieht er sich aus der Geschäftsführung des Öko-Instituts zurück. Zeit zu fragen, welche Erfahrungen er in fast 40 Jahren Arbeit gemacht hat und welchen Stellenwert Umweltfragen heute in der deutschen Gesellschaft haben.

BZ: Herr Grießhammer, Sie haben in Ihrer Zeit am Öko-Institut den Aufschwung der Umweltthemen in der öffentlichen Wahrnehmung erlebt. Ist das Interesse erlahmt?
Grießhammer: Ja. Das muss man wohl so feststellen.

BZ: Woran liegt das?
Grießhammer: In den 1980er-Jahren, als Umweltfragen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückten, gab es eine hohe Luft- und Wasserbelastung und regelrechte Umweltkatastrophen: die Kernschmelze im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl, der Brand in der Basler Chemiefabrik Sandoz – und dann das Waldsterben. Es gab akute Probleme, die angegangen werden mussten – und erfolgreich gelöst oder entschärft wurden.

BZ: Hat der Umweltschutz also ausgesorgt?
Grießhammer: Natürlich nicht. Wir haben etliche Probleme gelöst, die sich gut mit technischen Mitteln oder mit Verboten lösen lassen. Gefährliche Chemikalien wurden schlicht verboten, Kohlekraftwerke wurden mit Anlagen zur Rauchgasentschwefelung ausgerüstet, Autos wurden mit Katalysatoren ausgestattet. Rückblickend war Umweltpolitik damals – bei allem Streit – ...

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