"So zufrieden wie vor 30 Jahren sind wir nicht"

Hannes Koch

Von Hannes Koch

Sa, 21. September 2013

Wirtschaft

BZ-INTERVIEW mit Glücksforscher Jürgen Schupp / Seit den 80er-Jahren ging es bergab mit der Stimmung im Land – seit ein paar Jahren wieder aufwärts.

BERLIN. Der Soziologe Jürgen Schupp erforscht seit vielen Jahren das Glück und das Unglück der Deutschen. Im Gespräch mit Hannes Koch erklärt er, warum offenkundig die Arbeitslosigkeit den Menschen stärker aufs Gemüt schlägt als andere Probleme.

BZ: Herr Schupp, für die Zeit nach der Bundestagswahl versprechen die Parteien, den Strompreis zu deckeln, die Steuern wahlweise zu erhöhen oder zu senken. Spielen die Aussichten auf solche finanziellen Vor- oder Nachteile eine Rolle dafür, ob die Deutschen sich glücklich fühlen?
Schupp: Nein, derartige Vorschläge und Spekulationen über vermeintliche Folgen haben keinen Einfluss auf das Niveau der Zufriedenheit, das wir seit 30 Jahren mit unserer Studie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) ermitteln. Höhere Sorgen und wachsende Unzufriedenheit konnten wir aber in Phasen hoher Arbeitslosigkeit beobachten. So war es in den Jahren 2004 und 2005. Dabei leiden die Menschen nicht so sehr unter materiellen Einschränkungen, sondern eher unter dem ...

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