Vorwürfe gegen Grenke AG

dpa

Von dpa

Mi, 16. September 2020

Wirtschaft

Finanzaufsicht ermittelt.

(dpa/weg). Der Aktienkurs des Leasing-Anbieters Grenke ist nach dem kritischen Bericht eines Investors am Dienstag eingebrochen. Die Anteilsscheine verloren bei hohen Umsätzen zwischenzeitlich fast 30 Prozent an Wert. Zum Handelsschluss betrug das Minus im Vergleich zum Vortag 18,8 Prozent, die im M-Dax notierte Aktie lag bei 44,64 Euro. In einer Veröffentlichung hatte die US-Investorengruppe Viceroy Research unter anderem den Vorwurf der Bilanzfälschung und der Geldwäsche gegen Grenke erhoben.

Eine angekündigte schriftliche Stellungnahme des Unternehmens mit Sitz in Baden-Baden lag bis zum frühen Dienstagabend nicht vor. Viceroy Research hat Grenke-Aktien nach eigenen Angaben leer verkauft. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kündigte an, überprüfen zu wollen, ob Grenke oder andere – etwa Leerverkäufer – den Preis der Aktie manipuliert haben. Grenke bietet Unternehmen Leasingmodelle zum Beispiel für Büroausstattungen und Software an.

Firmengründer Wolfgang Grenke ist Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages. Grenke-Vorstandschefin Antje Leminsky sitzt im Aufsichtsrat des Messtechnikherstellers Testo.