Zweite Ehe, keine Kündigung

Christian Rath

Von Christian Rath

Do, 21. Februar 2019

Wirtschaft

Das Bundesarbeitsgericht beschränkt die Arbeitgeberrechte der katholischen Kirche.

ERFURT. Ein katholisches Krankenhaus darf einen katholischen Arzt nicht zur Beachtung des strengen katholischen Eheverständnisses zwingen – wenn dies von evangelischen oder konfessionslosen Ärzten nicht verlangt wird. Dies entschied jetzt das Bundesarbeitsgericht. Damit hatte die Klage eines Chefarztes aus Düsseldorf Erfolg, der sich gegen seine Kündigung gewehrt hatte (Az.: 2 AZR 746/14).

Der Mediziner arbeitet als Chefarzt am katholischen Vinzenz-Krankenhaus in Düsseldorf. Nachdem sich seine erste Ehefrau 2005 von ihm getrennt hatte, heiratete er 2008 eine Assistenzärztin. Daraufhin kündigte ihm die Klinik. Das Eingehen einer (nach katholischem Verständnis ungültigen) zweiten Ehe sei ein schwerwiegender Loyalitätsverstoß. Für die Kirche sei die Ehe heilig und unauflöslich. Doch nur katholische Ärzte hatten solche Klauseln in ihrem Arbeitsvertrag.
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