Premiere

"Yerma" am Theater Basel: Der Mann will Ruhe, die Frau ein Kind

Martin Halter

Von Martin Halter

Mo, 15. April 2019 um 19:50 Uhr

Theater

Zeitlose Szenen einer missglückten Ehe, neu angerichtet. Die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik inszeniert am Theater Basel Federico García Lorcas "Yerma".

Spanisch kommt einem an Raimund Orfeo Voigts Bühnenbild gar nichts vor. Es ist eine Kleinbürgerhölle, aus der schon der Gazevorhang alle Farben und Formen von Leben abgesaugt hat: hellbraune, funktionale Möbel, ein beiger Teppich, ein blickdichter Faltenvorhang, der den Raum zum Gefängnis macht. Auf diesem Brachland (spanisch: yerma) wächst kein Gras und kein Kind, nur Freudlosigkeit und Unfruchtbarkeit. Es gibt nur zwei Anzeichen höherer Kultur in diesem Wirtschaftswunderödland: eine Radiotruhe, aus der Meeresrauschen und die Sirenengesänge von Lorcas Gedichten dringen, und die Blumenvase, die Yerma ständig hektisch umräumt.

Sie will es ihrem Mann schön gemütlich ...

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