Zahlen auf hohem Niveau konstant

Thomas Loisl Mink

Von Thomas Loisl Mink

Fr, 11. Oktober 2019

Lörrach

Die FES, die vor 30 Jahren mit 25 Kindern begann, ist heute die größte Privatschule im Land / Am Samstag ist Tag der offenen Tür.

LÖRRACH. Mit 25 Schülerinnen und Schülern startete die Freie Evangelische Schule (FES) Lörrach 1989 als Grundschule. Heute hat die Bildungseinrichtung in Lörrach 1535 Schülerinnen und Schüler, verteilt auf Grundschule, Werkrealschule, Realschule, allgemeinbildendes Gymnasium und berufliches Gymnasium. Dieses Jahr feiert die FES ihr 30-jähriges Bestehen, was auch Thema sein wird beim FES-Tag am Samstag.

"Die Schülerzahl bleibt auf hohem Niveau", stellt Claudia Schäfer, Pressesprecherin der FES, fest. Es sind dieses Jahr geringfügig weniger Schüler als im vergangenen Jahr, aber das hohe Niveau bleibt erhalten. Auf dem FES-Campus an der Au-/Käppelestraße hat man sich längst bestens eingerichtet, Erweiterungen sind dort derzeit nicht geplant. Die FES wächst allerdings auswärts, wo sie Ableger hat. In Müllheim gibt es seit 2016 eine Grund- und Realschule, dort hat sich die Schülerzahl verdoppelt, berichtet Claudia Schäfer. Nach Schopfheim soll eine weitere Kita kommen, dort betreibt die FES seit 2006 eine Grundschule. Einen weiteren Standort mit Grund- und Realschule hat die FES seit 2003 in Waldshut. Am Gymnasium in Lörrach gibt es seit 2012 einen bilingualen Zweig, seit 2014 besteht auf dem FES-Campus die Kita "Oase".

Die Schülerzahl hat sich in Lörrach eingependelt. Es kann mal sein, dass jemand abgewiesen werden muss, andererseits kommt es je nach Schulart auch vor, dass es freie Plätze gibt. "Es ist immer bedauerlich, wenn jemand abgewiesen werden muss", sagt Schäfer. Eine konfessionelle Beschränkung gibt es nicht. Auch katholische und auch einzelne muslimische Schüler gibt es, viele haben keine Konfession. Aber die FES ist eine Bekenntnisschule. Die Eltern bekommen ein pädagogische Konzept, das auf christlichen und evangelischen Gedanken fußt. "Mit diesem Bekenntnis müssen die Eltern sich einverstanden erklären", sagt .

Schon 1984 entstand die Idee, eine christliche Schule in Lörrach zu gründen. 1989 erfolgte die Genehmigung und zum Schuljahresbeginn begann die FES in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde Lörrach als Grundschule. 1990 folgte der Realschulzweig, 1991 die Hauptschule. 1997 zog die FES in ihren Neubau in der Austraße ein, seit 1999 gibt es ein Gymnasium.

Betrug die Schülerzahl damals rund 500, stieg sie in den folgenden Jahren rasant an, so dass weitere Bauten nötig wurden und ein Campus entstand. Schulträger ist der Verein "Freie Evangelische Schulen", der 1985 gegründet wurde. Vorsitzender ist Wolfgang Zschämisch. "Der Verein trägt die rechtliche, finanzielle, pädagogische und christliche Verantwortung und besitzt die Schulgenehmigungen", heißt es auf der Homepage der FES, die die größte Privatschule in Baden-Württemberg ist.

Die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen haben bereits begonnen und werden in den Schulalltag integriert. Auftakt war ein Gottesdienst am 13. September. Auch mit dem FES-Tag am Samstag wird der runde Geburtstag gefeiert.

Termin: Tag der offenen Tür an der Freien Evangelischen Schule am Samstag, 12. Oktober, von 11 Uhr an. Es gibt ein Programm von Bewegungsparcours bis Alumni Café.