Neues Konzept

Zehn Rundwanderwege in der Schlucht

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Fr, 08. November 2019 um 15:13 Uhr

Löffingen

Ein Arbeitskreis für den Naturraum Wutachschlucht erarbeitet ein neues Konzept für Rundwanderwege . Auch die Höhenlagen sind mit eingebunden. Zwei Wege befinden sich auf Löffinger Gemarkung.

Der Arbeitskreis Naturraum Wutachschlucht hat ein Konzept zu Rundwanderwegen erarbeitet, das am Donnerstagabend im Löffinger Gemeinderat vorgestellt wurde. Auf der Gemarkung der Stadt selbst sind zwei Rundwanderwege vorgesehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 56 000 Euro.

Seit einem Treffen 2013 in der Bachheimer Drei-Schluchten-Halle gibt es Verschiedene Arbeitskreise, in denen die neun Anrainergemeinden, drei Landkreise, Naturschutz, Schwarzwaldverein, Förster, Jäger und weitere Beteiligte versuchen, die Wutachschlucht für Besucher attraktiv zu machen, aber auch sensible Bereiche besser zu schützen. Zusammen mit den Kommunen hat der zuständige Arbeitskreis jetzt ein Konzept erarbeitet, in dem verschiedene Rundwege enthalten sind, erläuterte zum Auftakt Bürgermeister Tobias Link.

Dabei habe das Regierungspräsidium darauf bestanden, dass von den angrenzenden Gemeinden auch auf den Höhen attraktive Rundwege ausgewiesen werden, um so sensible Bereiche in der Wutachschlucht und ihren Nebenschluchten zu entlasten, wie Stadtmarketingleiter und Schwarzwaldvereinsvorsitzender Karlheinz Rontke erläuterte. Insgesamt zehn Rundwanderwege für unterschiedliche Zielgruppen wurden dabei ausgewiesen. Die Touren in Löffingen sind der Drei-Schluchten-Pfad und eine Dolinentour bei Göschweiler. Attraktiv gemacht werden sollen die Wege durch eine Starttafel am Ausgangspunkt, Informationstafeln an interessanten Stellen und die Aufwertung der Grill- und Rastplätze. Außerdem sind zwei digitale Geräte vorgesehen, mit denen die Zahl der Besucher gemessen werden kann, um so Rückschlüsse über die Zahl der Wanderer zu ziehen. Für den Dolinenrundweg sind so Investitionen 21 900 Euro vorgesehen. Der Rundweg führt auch über die Gemarkung des Nachbarorts Reiselfingen. Dort will man nach Aussage von Reiselfingens Ortsvorsteher Martin Lauble in einer Streuobstwiese am Ortsrand die Wanderer eventuell auch über Bienen informieren. Die Wege, die einfach zu begehen sein sollen, sind alle bereits vorhanden, informierte Göschweilers Ortsvorsteher Manfred Furtwängler, so dass in diesem Bereich keine größeren Investitionen anfallen.

Für die Drei-Schluchten-Tour, die an der Halle in Bachheim beginnt und hinunter in die Wutachschlucht und dann von der Mündung durch die Gauchachschlucht und die Engeschlucht zurück nach Bachheim führt, sind Investitionen in Höhe von rund 22 000 Euro vorgesehen. Ein guter Teil des Geldes entfällt auf die Sanierung der Brücke am Eingang in die Engeschlucht. Auch die dortige Felsplatte muss zusätzlich gesichert werden.

Die Gespräche über die Rundwanderwege bezeichnete Bürgermeister Link als sehr lehrreichen Prozess. Nicht nur weil viele verschiedene Meinungen aufeinandertrafen, sondern auch, weil das Regierungspräsidium die Begehung der Engeschlucht massiv in Frage gestellt habe. Das sei viel Überzeugung notwendig gewesen. Immerhin ist die Drei-Schluchten-Tour der Höhepunkt der jährlich stattfindenden Bachheimer Pfingstwandertage, zudem werden die Wege in der Engeschlucht vom Narrenverein betreut und instandgehalten. Das sei bei den intensiven Verhandlungen unter großer Mitwirkung aus Bachheim mit ein Argument gewesen, so Link.

Für die zehn neuen Rundwege fallen insgesamt Kosten von 133 000 Euro an, wovon Löffingen mit seinen zwei Rundwegen alleine rund 56 000 Euro zu tagen hat. Die reduzieren sich allerdings durch mögliche Zuschüsse aus dem Naturpark auf rund 30 000 Euro, wie Rontke erläuterte. Dazu komme, dass man bei den den Kosten die Vergabe an Fremdanbieter veranschlagt habe. Werden die Arbeiten in ehrenamtlicher Arbeit ausgeführt, reduzieren sich die Ausgaben nochmals. Außerdem müssen die Arbeiten nicht alle im kommenden Jahr vorgenommen werden, sondern können auch auf die Jahre danach verschoben werden.

Der Gemeinderat stimmte anschließend einem gemeinsamen Antrag der beteiligten Gemeinden über die gesamte Summe an den Naturpark zu, unter der Vorgabe zu klären, wo durch ehrenamtliche Arbeit Kosten für die Stadt eingespart werden können.