Forst bereitet Sorgen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 05. September 2020

Zell im Wiesental

Sommertour der SPD macht Halt in Gresgen und Adelsberg.

(BZ). Auf ihrer Sommertour machte die SPD auch Halt in Gresgen. Klaus Berger, Vorsitzender des kommunalpolitischen Ausschusses der SPD Zell/Oberes Wiesental, freute sich, dass er eine größere Anzahl an interessierten Bürgern begrüßen durfte. Ortsvorsteher Peter Eichin gab einen Überblick zur aktuellen Situation in Gresgen: Im Großen und Ganzen sei man zufrieden, so sei die Instandsetzung der Wickestraße sehr wichtig gewesen. Eichin wies aber darauf hin, dass die Verbindungsstraße nach Hausen sanierungsbedürftig sei. Die Restarbeiten bei der Breitbandversorgung sollen bald abgeschlossen sein. Für den geplanten Funkmast sei auch ein Standort gefunden worden, auf dem Hummelberg. Von dort aus kann Gresgen und Adelsberg versorgt werden, lediglich der Betreiber stehe noch nicht fest.

Ralf Kleißler berichtete seitens der Privatwaldbesitzer von der Situation des Waldes. Er und weitere Mitglieder der FBG (Forstbetriebsgemeinschaft) können die Kritik an den Nasslagern nicht nachvollziehen, die von einigen Personen ständig vorgebracht wird. So ist es unabdingbar, Käferholz schnellstmöglich aus dem Wald zu schaffen und in Nasslagern zwischenzulagern. Forstrevierleiter Marco Sellenmerten habe mehrfach versichert, dass alle Maßnahmen mit dem Landratsamt abgestimmt seien. Laut Aussage der SPD-Delegation nehme die Stadt Zell als zweitgrößter Waldbesitzer im Kreis nur sehr unregelmäßig an den Treffen der FBG teil. Beim jüngsten Treffen ging es etwa um die Waldpflege und Sicherungsmaßnahmen bei Schad- und Käferholz. Wenn hier nicht schnell gehandelt werde, könne es im schlimmsten Fall zur Sperrung der Waldwege kommen, sodass ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bewohner wegfallen würde. Hierbei wurde auch die Höhe der Aufarbeitungshilfe des Landes kritisiert. Vorsitzender Rainer Sütterle habe die entsprechenden Gesetzespassagen an den Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger weitergeleitet – in der Hoffnung, hier Abhilfe schaffen zu können.

In Adelsberg begrüßte Hubert Sprich die Delegation und stellte den Ortsteil mittels einer Präsentation vor. Beliebt sei der Kindergarten mit Waldpädagogik, aktuell sei er mit 20 Plätzen belegt. Hier wurde auch der Wunsch nach einem Sonnensegel geäußert, zu dem der Zeller Bürgerverein bereits die Hälfte der Kosten gespendet habe. Es fehle lediglich noch der städtische Anteil. Ein weiteres Anliegen der Dorfbewohner sei die Einführung von Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt. Dies fand die Unterstützung der SPD, allerdings gab Erwin Vollmer zu bedenken, dass dies bei der letzten Begehung abgelehnt wurde. Thomas Kaiser empfahl dem Ortschaftsrat, eine entsprechende Forderung an die Stadt und das Landratsamt zu stellen. Weitere Vorhaben im Ort seien die Gestaltung des Brunnenplatzes und des Waldparkplatzes Blauen sowie die allgemeine Wegesanierung. Zum Abschluss wurde noch der 2019 ans Netz gegangene Hochbehälter Blauen besichtigt.