Zügiger Umbau in ungewissen Zeiten

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 12. Mai 2020

Schwenningen Wild Wings

Die Heimarena der Schwenninger Wild Wings wird mit Millionenaufwand zum Sitztempel / Bahn zwei weiterhin mit Eis belegt.

VILLINGEN-SCHWENNINGEN (witt). Der Umbau der Schwenninger Helios-Arena ist im Zeitplan, die neuen Stehplätze sind eingebaut. Ob die Wild Wings allerdings wie geplant im August ihr Eistraining aufnehmen können, ist aufgrund der Corona-Pandemie fraglich. Der Geschäftsführer der Kunsteisbahn GmbH, Klaus Hässler, Architekt Uwe Schlenker, Eismeister Hermann Vikoler und Wild-Wings Geschäftsführer Christoph Sandner führten unlängst die Journalisten durch die Baustelle Helios-Arena.

Die Schwenninger Eishalle wird seit Ende März umgebaut. "Wir sind trotz Corona gut im Zeitplan", konnte Hässler berichten. Schlenker ist zuversichtlich, dass das Eis und die Halle rechtzeitig fertig sind, damit Anfang August die Wild Wings unter Coach Niklas Sundblad mit dem Training für die neue DEL-Saison beginnen können. Die Fans könnten dann schon von den neuen Stehwällen, die bereits eingebaut sind, zuschauen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist fraglich, ob die SERC-Fans beim traditionellen ersten Eistraining in Schwenningen zuschauen können und natürlich auch, ob im August überhaupt schon trainiert werden darf und so der traditionelle Auftakt der Eiszeit in Schwenningen möglich ist.

Aktuell dürfen die Wild Wings noch nicht einmal ihren Kraftraum in der Helios-Arena nutzen. "Da ist nichts zu machen", erklärt Hässler, "die Stadt darf derzeit aufgrund der Gesetzeslage wegen Corona den Kraftraum nicht aufsperren und ich werde mich daran halten." Die vorbereitenden Maßnahmen wie der Rückbau der Bande und Wellenbrecher sowie der Geländer waren in der Helios-Arena bereits Mitte April abgeschlossen worden. Nun wurde die Pfahlgründung erfolgreich bewerkstelligt. 25 Pfähle mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern und bis zu neun Metern Länge wurden in den Boden gerammt. Die Helios-Arena liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Schwenninger Moos.

"Die Ausgaben der Stadt für den Umbau sind mit einer Million Euro gedeckelt", betont Hässler, dass man keine zusätzlichen öffentlichen Gelder benötige. Die Kosten für die Erweiterung des VIP-Raums und den Bau von Logen trägt die Wild Wings GmbH. Hier bringt sich der Trikotsponsor, die Firma Karl Storz aus Tuttlingen, mit 1,35 Millionen Euro ein.
Als einzige Halle der DEL wird das Schwenninger Stadion künftig die Maße der besten Liga der Welt, der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) haben. Die Eisfläche wird von 30 Meter Breite auf 26 Meter verschmälert.

Dies macht das Eishockey körperbetonter, intensiver und rasanter. Anders als in der Vergangenheit, als es rund 4400 Stehplätze und 1800 Sitzplätze gab, wird es künftig mehr Sitzplätze (2700) als Stehplätze (2500) geben. Statt früher 6215 Zuschauern haben in der Heliosarena künftig nur noch 5200 Eishockeyfans Platz. Bahn zwei der Helios-Arena ist weiterhin mit Eis belegt und könnte innerhalb weniger Tage spielfertig präpariert werden.