Zum Monatsende hin wird es finanziell eng

Thomas Winckelmann

Von Thomas Winckelmann

Mi, 30. November 2022

Titisee-Neustadt

Beate H. und ihren Töchtern helfen Spenden der BZ-Leser.

"Wir danken allen von ganzem Herzen für ihre Spenden, durch die eine direkte finanzielle Hilfe möglich wird", sagt Carmen Walker vom Sozialdienst des Caritasverbands im Hochschwarzwald. Durch die Unterstützung der BZ-Leser in der "Aktion Weihnachtswunsch" habe man vielen Menschen in schwierigen Lebenslagen und finanzieller Not helfen können.

Walker bestätigt: "Die enorm gestiegenen Lebenshaltungs- und Energiekosten treffen jeden von uns, doch am härtesten sind die Auswirkungen für die Menschen mit geringem Einkommen, für Eineltern-Familien, für Kranke, Rentner und Rentnerinnen und Menschen ohne Arbeit."

In der Beratung erleben es die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Caritas häufig, dass Menschen verzweifelt sind, weil ihr einstmals gut funktionierender Haushaltsplan nicht mehr gewährleistet, dass das Einkommen bis zum Monatsende reicht, obwohl sie sich einschränken und auf vieles verzichten. Ein unvorhergesehenes Ereignis kann schnell alles aus den Fugen geraten lassen. Walker: "Es sind jedoch nicht nur finanzielle Nöte, weswegen Menschen unsere Beratungsdienste aufsuchen. Es gibt unterschiedlichste Anliegen, die sie umtreiben, mit denen sie auf der Suche nach Lösungen sind, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Gerade solche Ereignisse führen die Menschen häufig zu uns in die Sozialen Dienste des Caritasverbands. Hier versuchen wir, mit ihnen nach guten Lösungen zu forschen, die für die Zukunft eine Verbesserung ihrer Lebensumstände bewirken". Dies könne zum Beispiel ein Zuschuss für eine Waschmaschine sein, für den Wochenendeinkauf oder die Rechnung in der Apotheke, je nach Notlage und individuell angemessen.

Ein Beispiel ist Beate H. mit ihren beiden Töchtern. Sie arbeitet in Teilzeit und versucht, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen. Das verlangt ihr viel Kraft und Einsatz ab. Trotzdem versucht sie für ihre Kinder da zu sein. Vor einigen Monaten musste sich Beate H. von ihrem Mann trennen. Die Kinder leiden sehr unter dieser Situation und bedürfen psychologischer Hilfe. Momentan können beide einmal wöchentlich an einer pädagogischen Maßnahme teilnehmen, bei der sie im Umgang mit Tieren positive Erfahrungen erleben. Die Mutter muss einen Teil der Kosten dafür übernehmen und hatte dazu im Sommer noch eine hohe Nebenkostenabrechnung zu begleichen. Sie hat einen Kredit aufgenommen und zahlt diesen monatlich zurück. Finanziell kommt die Familie durch die Teilzeitstelle und mit dem Wohngeld gerade so hin, zum Monatsende wird es jedoch eng. Mit einer Zuwendung aus den Spenden der "Aktion Weihnachtswunsch" konnte Beate H. für ihre Töchter noch Winterschuhe und Jacken kaufen und kleine Geschenke für das Weihnachtsfest.

Spenden:

Sparkasse Hochschwarzwald

IBAN: DE28 6805 1004 0004 0100 88

Volksbank Freiburg

IBAN: DE21 6809 0000 0018 0981 05