Astronomie

Zwei Sternschnuppennächte stehen bevor

AFP

Von AFP

Mo, 10. August 2020 um 16:22 Uhr

Panorama

Wie jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August kreuzt die Erde die Staubwolke eines Kometen – der Perseidenstrom entsteht.

Der Höhepunkt des alljährlichen Sternschnuppenstroms der Perseiden steht unmittelbar bevor: Mit dutzenden Sternschnuppen pro Stunde verspricht der hochsommerliche Meteorstrom etwa zur Wochenmitte ein Himmelsspektakel, das ganz ohne optische Hilfsmittel am nächtlichen Firmament zu sehen ist. Dafür am besten geeignet sind die Nächte zum Mittwoch und zum Donnerstag, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und das Heidelberger Haus der Astronomie mitteilten.

Der Sternschnuppenstrom erreicht demnach am Mittwochvormittag seinen Höhepunkt. In den Nächten davor und danach geht der Mond erst nach Mitternacht auf, so dass die späten Abendstunden nicht vom Mondlicht aufgehellt werden – ideale Bedingungen also, um nach den Perseiden Ausschau zu halten. Himmelsgucker sollten dazu in Richtung Osten blicken. Während des Maximums werden in diesem Jahr zwar bis zu hundert Meteore pro Stunde erwartet – da dieser Höhepunkt des Stroms aber in die Vormittagsstunden fällt, kann er nicht beobachtet werden. Doch in den Nächten um das Maximum herum sind den Angaben zufolge immer noch 20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde möglich.

Die Sommersternschnuppen wurden nach dem Sternbild Perseus benannt, weil dort ihr scheinbarer Ausgangspunkt liegt. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet jährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ. Trifft die Erde auf diese Staubspur, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216 000 Stundenkilometern in die Erdatmosphäre ein. In 80 bis 100 Kilometern Höhe erzeugen sie dann die Lichterscheinungen, die wir Sternschnuppen nennen. Eine besondere Ausrüstung braucht man für die Beobachtung der Perseiden nicht. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte.