Eishockey

Zwei Tore kurz vor Schluss: EHC Freiburg siegt im Spitzenspiel mit 4:2

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Fr, 28. Februar 2020 um 22:07 Uhr

EHC Freiburg

Im letzten Heimspiel vor den Playoffs setzen die Freiburger Eishockeycracks ein weiteres Ausrufezeichen: Nach einem 4:2 gegen die Kassel Huskies steht der EHC nun auf Rang zwei.

Besser hätte man es nicht inszenieren können: Im Spitzenspiel der zweiten Eishockey-Liga besiegte am Freitagabend in der Echte-Helden-Arena der EHC Freiburg den EC Kassel Huskies mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0). Mehr als 3400 Zuschauer waren schier aus dem Häuschen, als Brett Bulmer in das vom Torhüter verlassene Gehäuse der Nordhessen den erlösenden vierten Treffer erzielte. Zuvor hatten sie ein temporeiches Match erlebt, dessen Ausgang den EHC zumindest bis zum letzten Hauptrundenspiel am Sonntag (18 Uhr in Ravensburg) auf den zweiten Platz hievt.

Im ersten Drittel vermochten die Wölfe, ihren Gegner kaum über längere Phasen unter Druck zu setzen. Die Freiburger Torchancen resultierten aus schnellen Gegenangriffen, doch weder Brett Bulmer noch Sebastian Christmann oder Chris Billich konnten den Kasseler Torhüter Gerald Kuhn zunächst bezwingen.

Günstig für den EHC war, dass die etwas unerwartete Führung der Gäste nicht lange Bestand hatte. Nachdem Huskies-Stürmer Ryon Moser den Freiburger Schlussmann Ben Meisner mit einem Schuss aus der Mitte der EHC-Zone überwunden hatte (9.), profitierte Marc Wittfoth nur drei Minuten später von einem Kasseler Fehlpass und ließ Kuhn beim 1:1 keine Chance.

So ausgeglichen und umkämpft wie das erste verlief auch das Mitteldrittel. Nachdem die Wölfe eine Unterzahl-Situation schadlos überstanden hatten, kam Nikolas Linsenmaier zu zwei hundertprozentigen Chancen. Doch zuerst allein auf das Kasseler Gehäuse rasend, schlenzte er den Puck am Tor vorbei. Nur kurz später scheiterte er aus kurzer Distanz an Torhüter Kuhn. Als das Spiel hin und her wogte, überraschte der Kasseler Verteidiger Spencer Humphries mit einem Distanzschuss Meisner (35.). Doch keine 120 Sekunden später gelang das Gleiche dem Freiburger Simon Danner: 2:2 stand es nach 37 Minuten und während der letzten Drittelpause.

Spiro hat freie Bahn und trifft zum 3:2

Wie schon im vergangenen Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim (6:3) drehte der EHC im Schlussdrittel mächtig auf, doch weder Bulmer, Linsenmaier noch Nick Pageau gelang zunächst der Führungstreffer. Im Gegenzug verpassten auch die Kasseler Moser, Justin Kirsch und Noureddine Bettahar dickste Chancen.

Als in der Schlussphase der Kasseler Derek Dinger auf die Strafbank musste, eröffnete sich noch einmal die Siegchance für die vehement anstürmenden Wölfe. Kurioserweise riskierten aber auch die Huskies einiges und versuchten, in Unterzahl offensiv zu bleiben. Ein Puckverlust der Gäste brachte so dem Freiburger Cam Spiro freie Bahn zum umjubelten 3:2. Kassel warf in der Schlussminute alles nach vorne und kassierte auch noch den vierten Gegentreffer.
Tore: 0:1 Moser (9.), 1:1 Wittfoth (12.), 1:2 Humphries (35.), 2:2 Danner (37.), 3:2 Spiro (49.), 4:2 Bulmer (60.). Strafminuten: 4 - 6. Zuschauer: 3455.