Ortenaukreis

Ausgleich für Eingriffe in die Natur: Experten äußern Zweifel am Sinn der Ökopunkte

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Sa, 11. Januar 2020 um 15:09 Uhr

Lahr

BZ-Plus Ein Münchner Planungsbüro hat die Ökokonto-Verordnung geprüft. Sie übt Kritik an Fischtreppen, der Ausweisung von Waldrefugien und Waldkalkungen. Das trifft auch Projekte in der Ortenau.

Anfangs als bestechende Idee gefeiert und als praktikable Möglichkeit gesehen, Eingriffe in Natur und Landschaft auszugleichen, nimmt die Kritik am Ökokonto zu. Naturschützer sehen es schon lange als einen tief hängenden Steigbügelhalter, um Bauprojekte einfacher umsetzen zu können.

Viel zu viele Ökopunkte für Fischtreppen; ungerechtfertigte Punkte für die Ausweisung von Waldrefugien, wo seit Jahrzehnten gar keine Waldwirtschaft mehr betrieben wird; Waldkalkungen als Ausgleich für Bauprojekte und damit Verlust an Flächen; grundsätzlich eine mangelnde Kontrolle und Überwachung der Ausgleichsprojekte – die Kritik am Ökokonto ist facettenreicher geworden und hat zugenommen. Dabei kommt die Kritik nicht nur von Umweltverbänden, sondern zum Beispiel auch von der Landesanstalt für Umwelt, die in einer Studie die Öko-Verordnung prüfen ließ. Die vor einem Jahr veröffentlichte 325 Seiten starke "Evaluation der Ökokonto-Verordnung Baden-Württemberg" des Planungsbüros für angewandten Naturschutz (Pan) in München kam zwar zu dem grundsätzlichen Fazit, dass sich das Ökokonto bewährt habe. Das Büro listete jedoch eine lange Reihe von Punkten auf, die es zu verbessern gelte. Umweltstaatssekretär Andre Baumann sagte daraufhin die Überarbeitung der Ökokonto-Verordnung zu. Das ...

Lesen Sie jetzt alle BZ-Inhalte!

Gratis testen: lesen Sie alle Artikel unbegrenzt. Jetzt einen Monat für 0 € testen

Alternativ können Sie pro Monat 5 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel. Registrieren Sie sich hier:

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel/Monat kostenlos lesen - inkl. BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel
  • Redaktioneller Newsletter mit den wichtigsten Nachrichten aus Südbaden
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten. Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ