14 Millionen für Wolfsschäden

afp

Von afp

Sa, 10. August 2019

Panorama

Pläne der Bundesländer.

HAMBURG (AFP). Für Ausgaben im Zusammenhang mit den wachsenden Wolfspopulationen planen die Flächenländer laut einem Spiegel-Bericht in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Euro ein. Die Summe ergibt sich aus Angaben der zuständigen 13 Länderministerien, wie das Magazin am Freitag vorab berichtete.

Die Bestandszahlen ortstreuer Tiere belaufen sich danach deutschlandweit auf 97 Rudel mit jeweils etwa acht Wölfen, Paare und Einzelgänger hinzugerechnet beträgt die Gesamtzahl rund 800 Tiere. Daraus zu schließen, dass jeder Wolf den Steuerzahler durchschnittlich 17 500 Euro kostet, wäre laut Spiegel aber falsch – die Kosten sinken nämlich demnach bei wachsenden Populationen.

So müssten Schutzzäune nur einmal finanziert werden, unabhängig von der anschließenden Vermehrung der Wolfsbestände. Laut Spiegel führen Sachsen (3,5 Millionen Euro) und Schleswig-Holstein (3,1 Millionen Euro) die Tabelle auf der Ausgabenseite an. Zugleich hat Sachsen aber mit schätzungsweise 160 ortstreuen Tieren mindestens 40 mal so viele Wölfe wie Schleswig-Holstein.