Impfkampagne

17 Bürgermeister aus Südbaden fordern vom Land mehr Impfstoff fürs Grenzgebiet

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Fr, 09. April 2021 um 07:58 Uhr

Südwest

"Ringimpfungen" in Grenzregionen sollen das Überspringen von Infektionen aus einem Nachbarland verhindern; in Bayern und im Saarland gibt es sie. Bürgermeister aus Südbaden fordern sie jetzt auch.

17 Oberbürgermeister und Bürgermeister aus Südbaden haben von der Landesregierung sogenannte Ringimpfungen für Grenzregionen gefordert, wie es sie in Bayern und im Saarland gebe. Gemeint sind verstärkte Impfungen, mit denen ein "Ring" um das Landesinnere gelegt wird, damit höhere Infektionszahlen aus einem Nachbarland nicht überspringen können. So wird in Bayern in Grenzregionen zu Tschechien verstärkt geimpft.

Frankreich ist Hochinzidenzgebiet

Weil Frankreich von Deutschland zum Hochinzidenzgebiet erklärt wurde, solle eine solche "Praxis der regionalen Priorisierung" auch in Baden-Württemberg angewendet werden. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören die Oberbürgermeister von Offenburg, Lahr, Emmendingen, Freiburg, Lörrach und Weil am Rhein sowie die Bürgermeister von Bad Krozingen, Müllheim, Rheinfelden und Waldkirch.

"Das Land will eine faire Lösung des Verteilens von Impfstoff." Sozialminister Manfred Lucha (Grüne)
Auf Anfrage der BZ antwortete das Sozialministerium am Donnerstag, einem Landkreis mehr zu geben, würde wegen der Knappheit von Impfstoffen im Moment bedeuten, "einem anderen Landkreis weniger (und angesichts der knappen Mengen bedeutet das: deutlich weniger) Impfstoff zu liefern". Der Wunsch der Bürgermeister werde aber aufgenommen und beim kommenden Landesimpfgipfel mit den kommunalen Spitzenververbänden besprochen. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) sagte: "Das Land will eine faire Lösung des Verteilens von Impfstoff." Er gehe davon aus, dass die kommunale Seite ihrerseits "mit einem abgestimmten Konzept" in die Gipfelgespräche gehe.