Meisterschaft

17-jährige Sportschützin holt erstes DM-Gold für Heitersheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 28. August 2019 um 08:20 Uhr

Schießen

582 von 600 Ringen und neuer deutscher Rekord: Kim Schladebach aus Heitersheim hat bei der deutschen Meisterschaft in München den Juniorinnen-Titel gewonnen – ein historischer Erfolg für ihren Verein.

Bereits beim ersten Wettbewerb der deutschen Meisterschaft für Sportschützen auf der Olympiaschießanlage in Garching bei München gab es einen historischen Erfolg für den KKSV Heitersheim: Kim Schladebach (17) gewann im Kleinkaliber-Dreistellungskampf der Juniorinnen den ersten deutschen Meistertitel für den Verein.

Kim Schladebach erzielt neuen deutschen Rekord

Nach jeweils 20 Schuss im knienden, liegenden und stehenden Anschlag erzielte sie mit 582 von 600 möglichen Ringen noch dazu einen neuen deutschen Rekord. Trainer Hariolf Schmid war begeistert.

Damit nicht genug: Mit ihren Mannschaftskameradinnen Larissa Weindorf (Vierte im Einzel) und Sophie Katharina Petry (Sechste) heimste Kim Schladebach in der Mannschaftswertung die Silbermedaille ein.

In der Mannschaftswertung besser als alle Männerteams

Der große Dreistellungskampf, bei dem in den drei Anschlagsarten das doppelte Programm von jeweils 40 Schüssen abgegeben wird, zählte für Schladebach auch im Hinblick auf ihren Verbleib in der Juniorennationalmannschaft. Mit 1160 Ringen belegte sie hier Platz fünf, Weindorf wurde Siebte. Petry gelang im abschließenden Finale als Dritte der Sprung aufs Treppchen – Bronze!

In der Mannschaftswertung, die in diesem Wettbewerb gemischtgeschlechtlich ausgeschrieben ist, war das Trio auch besser als alle Männerteams und sicherte sich damit einen weiteren DM-Titel für den KKSV.

Max Braun holt Gold im Dreistellungskampf

Aber die Heitersheimer haben noch weitere Hochkaräter in ihren Reihen. In Max Braun trainiert einer der besten deutschen Junioren seit geraumer Zeit regelmäßig in der Malteserstadt. Im Dreistellungskampf über dreimal 40 Schuss gewann er nach überaus spannendem Finale die Goldmedaille. Im Kleinkaliber-Liegendkampf wurde er nur um einen Ring geschlagen und holte die Silbermedaille.

Mit den Luftgewehrwettbewerben und für die Juniorinnen dem Liegendwettbewerb geht es in dieser Woche weiter. Susanne Schladebach, die Mutter der neuen deutschen Meisterin, belegte mit dem Luftgewehr in ihrer Altersklasse Platz acht, Vereinskollege Dominik Vidakovic im Kleinkaliber-Liegendkampf der Männerklasse einen Platz im Mittelfeld.

Nils Borrmann vom SSV St. Peter lag mit der Freien Pistole bei den Junioren II bis zur vierten Wettkampfserie gut im Rennen. Gegen Ende der fünften Serie begann der Abzug der Pistole Probleme zu bereiten. Seine Trainer und Betreuer mussten Ersatzteile besorgen, um die Waffe instand setzen zu können. So musste er die letzten elf Schuss in neun Minuten abgeben. Mit 495 Ringen erreichte er Platz vier. Ohne Waffenstörung hätte er eine gute Medaillenchance gehabt. Die Mannschaft des SSV St. Peter mit Nils Borrmann, Max Franke (22. mit 489 Ringen bei den Junioren I) und Matthias Mark (28./456/Junioren I) gewann die Silbermedaille mit 1440 Ringen.
Weitere DM-Ergebnisse

Markus Wissert (SG Endingen) 110. mit 602,7 Ringen bei den Männern I mit dem Luftgewehr; Lena Beutler (SP March) 38. mit 511 Ringen bei den Juniorinnen I mit der Luftpistole; die Junioren des SSV St. Peter (Nils Bohrmann, Sebastian Müller, Matthias Mark) 5. mit der Luftpistole (1658 Ringe); Sebastian Müller Zwölfter der Junioren I mit 561 Ringen; Max Franke 16. mit 558 Ringen; Matthias Mark 37. mit 537 Ringen. Magarete Billharz (KKSV Buchholz) 14. mit der Sportpistole der Frauen III (532).