20 Kilometer Stau auf der A 5 bei Neuenburg

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 05. Juni 2020

Neuenburg

Nach dem schweren Unfall am Mittwoch auf der Autobahn ist die Polizei noch am Donnerstag auf Spurensuche.

(BZ). Die Ermittlungen der Verkehrspolizei zum schweren Unfall auf der Autobahn 5 am Mittwochnachmittag dauern auch am Donnerstag noch an. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass ein Autofahrer wegen eines Staus bremsen musste. Hinter ihm fuhren mehrere Lastwagen. Die ersten Sattelschlepper hinter dem Wagen konnten noch rechtzeitig bremsen. Einem der hinteren Lastwagenfahrer gelang das jedoch wohl nicht mehr, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Der Fahrer versuchte, dem Stauende nach links auszuweichen. Dies gelang ihm nicht, es kam zum Unfall und die Fahrzeuge vor dem Lastwagen wurden aufeinandergeschoben. Der Lastwagen, der zu spät bremste, kippte daraufhin um und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Der 40-jährige Fahrer des mit Kaffee beladenen Lastwagens konnte selbstständig das Fahrerhaus verlassen und zog sich lediglich leichte Verletzungen zu. Ein 54-jähriger Fahrer eines vorausfahrenden Lastwagens wurde durch den Aufprall jedoch lebensgefährlich verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden weiteren beteiligten Fahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Zwei Lastwagen mussten mit einem Kran geborgen werden. Es kam daraufhin zu einem langen Stau, die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Karlsruhe gesperrt. Die Polizei schätzt, dass sich der Verkehr etwa 20 Kilometer weit staute. Die Beeinträchtigungen zogen sich bis spät in die Nacht auf Donnerstag. Auch am Donnerstag fanden zwischen dem Dreieck Neuenburg und Müllheim/Neuenburg noch Reparaturarbeiten der Leitplanke statt. Am Donnerstagmorgen war deshalb der linke Fahrstreifen gesperrt. Der Unfallschaden liegt laut einer ersten Schätzung der Polizei bei mehr als 300 000 Euro.

Viel Verkehr bei Neuenburg

Der Unfall hatte auch große Auswirkungen auf die Straßen rund um Neuenburg. Der Verkehr wurde bei Efringen-Kirchen von der A 5 abgeleitet, und bei Hartheim-Heitersheim wieder aufgeleitet.

Besonders auf der L 134 bei Zienken soll es zu viel Verkehr gekommen sein, auch weil dort eine andere Straße gesperrt ist.