26 Künstlergruppen aus sechs Nationen mit 100 Shows

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Mo, 26. August 2019

Rheinfelden

Dichtgedrängtes Programm bei der 13. Auflage der Brückensensationen in Rheinfelden / An drei Tagen rund 15 000 Besucher.

RHEINFELDEN. Man wusste kaum, wohin man sich bei dem dichtgedrängten Programm wenden sollte. Bei der 13. Auflage des grenzüberschreitenden Rheinfelder Straßentheaterfestivals "Brückensensationen" begeisterten Artisten, Jongleure, Akrobaten Comedians und Musiker die Besucher. Und das Publikum kam aus dem Staunen und Wundern gar nicht mehr heraus. Über drei Tage liefen eng getaktet rund 100 Shows von 26 Künstlergruppen aus sechs Nationen.

Der Freitagabend schloss mit einer bombastischen Feuerwerksshow in der Schweiz. Samstag und Sonntag bespielten die Künstler von mittags bis abends zehn Spielorte in beiden Städten. Verschiedene Walk-Acts sorgten auch unterwegs für fantasievolle Abwechslung, etwa wenn die Akteure des Zebra-Stelzentheaters als gigantische, laufende Rosen zwischen den Besuchern herumstaksten. Eine besondere Attraktion hatte Messerwerfer Georg Traber mitgebracht. Er präsentierte seine selbstgebaute Messerwurfmaschine. Stahlrohre, Laufräder und Kurbeln hat er zu einem geschützähnlichen Konstrukt zusammengeschustert. In ein Laufrad legte der Künstler Messer ein, zog laut ratternd eine Feder auf, betätigte den Auslöser, und die Klingen flogen durch die Luft in die Holzblöcke, neben denen sich der Performance-Künstler als eigene Assistentin positioniert hatte.

Den Großteil der Shows organisierte das Kulturamt Rheinfelden/Baden. Das Schweizer Kulturbüro brachte sich mit zehn Veranstaltungen ein. 100 000 Euro gibt das Kulturamt aus. An Einnahmen und Großspenden verbucht das Amt 40 000 Euro. Der Eintritt zum hochwertigen Freiluftprogramm ist seit je her frei, Spenden sind erbeten. Eine Hutsammlung trägt zu einem guten Teil zur Finanzierung bei. 2017 und 2018 machten die Hutsammlungen je 18 000 Euro aus.

Das Wetter spielte an allen drei Tagen mit. "Wir hatten schon am Freitagabend einen totalen Run mit mehr als 2000 Besuchern. Das gab es noch nie", zeigte sich Kulturamtsleiter und Festival-Erfinder Claudius Beck zufrieden. Am Samstag waren es 7000 Besucher, so dass Beck letztlich von total 15 000 ausging.

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