Vom Feldberg bis Basel

300 Läufer beteiligen sich beim Wiesentäler Wasserlauf

Hans-Jürgen Hege

Von Hans-Jürgen Hege

So, 01. Mai 2022 um 17:58 Uhr

Schopfheim

Der Wiesentäler Wasserlauf – vom Feldberg bis nach Basel – stößt auf gute Resonanz. Bei dem Rennen, das eigentlich gar keines ist, soll es auch um den Spaß gehen. Spenden gehen nach Afrika.

Wasser – moderat ab und an von oben und im Flüsschen Wiese vom Feldberg langsam abwärts fließend bis in den Rhein bei Basel stand am Samstag nach zweijähriger Abstinenz wieder im Fokus laufbegeisterter und spendenwilliger Freunde gesunder Bewegung in frischer Luft. Etwas mehr als 300 Läuferinnen und Läufer, darunter viele Kinder und Jugendliche, wollten beim achten Wiesentäler Wasserlauf "gemeinsam in Bewegung etwas bewegen, das bewegt" und sind Teile der Strecke gelaufen.

Unter der Flagge des neuen Vereins Wasserlauf Dikome Kamerun machten sich früh morgens am Ursprung von "Feldbergs Töchterlein", der Wiese, rund 70 Läufer und Läuferinnen auf den 59 Kilometer langen Weg durchs ganze Wiesental vorbei an den Städten Todtnau, Schönau, Zell, Schopfheim über Steinen und Lörrach bis nach Kleinhüningen in Basel, wo sie gegen 16 Uhr erwartet wurden – müde, erschöpft, schwitzend, aber überaus glücklich und zufrieden mit sich, der eigenen Leistung und nicht zuletzt mit dem Wetter, das sich entgegen vieler Prognosen bis auf kleine Ausnahmen von seiner besten Seite zeigte.

Hochbetrieb bei den Verpflegungsstellen

Beim achten Wiesentäler Wasserlauf stimmte alles. Vor allem der Spaßfaktor, auf den die Organisatoren schon im Vorfeld gepocht hatten, kam weder beim 20-köpfigen Helferteam noch bei den Läufern zu kurz. Überall sah man nur fröhliche Gesichter. Und immer wieder war ein begeistertes "des isch eifach toll" zu hören. Kein Wunder also, dass Jürgen Eckert im Namen seiner Vorstandskollegen Nicole Grether, Richard Renz und Kai Horschig trotz der etwas hinter den Erwartungen herhinkenden Teilnehmerzahlen nach Halbzeit des Rennens, das eigentlich gar kein Rennen war, im Hof der Schopfheimer Feuerwehr versicherte: "Wir sind mit dem Ablauf, der Resonanz und mit den äußeren Umständen hochzufrieden. Besser hätte es angesichts der noch vor wenigen Wochen herrschenden Umstände gar nicht laufen können."

Hochbetrieb herrschte an den sieben Verpflegungspunkten in Todtnau, Wembach, Zell, Schopfheim, Steinen, Tumringen und Kleinhüningen. Bananen, Hefezopf und Getränke wurden mundgerecht verteilt. Und wer musste, konnte die an den Stationen unter anderem von der Feuerwehr oder von Firmen zur Verfügung gestellte Infrastruktur nutzen.

Ehrenamtliches Engagement

Viele stiegen an einer dieser Stationen ins Geschehen ein, andere wieder beendeten die Tour, die einem guten Zweck diente. Für jeden gelaufenen Kilometer mussten die Teilnehmer einen Euro ins Spendenkässchen berappen, dessen Inhalt dem Dikome-Verein zur Unterstützung eines Wasserversorgungsprojektes in der 800-Seelen-Gemeinde Lokando in Kamerun zugutekam.

Vor diesem Hintergrund fast schon selbstverständlich war, dass Verpflegung und tatkräftige Hilfen der Feuerwehren entlang der Strecke und an den Stationen von den Hilfsorganisatoren und von zahlreichen Firmen und Handwerksbetrieben gespendet oder ehrenamtlich zur Verfügung gestellt wurden.

Spendenkonto: Wasserlauf Dikome Kamerun e.V., IBAN DE79 6839 0000 00063314 08,. Verwendungszweck WTWL2022.