Kreisliga

5:3 gegen den SV Eichsel: Nutzt der TuS Binzen die Euphorie?

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 28. September 2020 um 18:06 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Der TuS Binzen sorgt in der Kreisliga A West weiter für Furore. Dagegen setzt der FC Steinen-Höllstein seine Negativserie fort. Das Problem: Dem FCS fehlen derzeit Führungsspieler.

Es war ein spektakuläres Wochenende in der Fußball-Kreisliga A West. 43 Tore fielen in den acht Begegnungen, einzig Schlusslicht FC Hausen blieb ohne Treffer. Der TuS Binzen setzte sich durch einen 5:3-Sieg gegen den SV Eichsel auf dem zweiten Platz fest. "Ein bisschen wohlfühlmäßig" startete der TuS Binzen nach Einschätzung seines Trainers Karl-Frieder Sütterlin in die Partie. Zu Gast war der SV Eichsel, für den nach drei Heimspielen in Folge wieder einmal eine der eher ungeliebten Auswärtsaufgaben auf dem Programm stand. Die Binzener wussten, "dass Eichsel drei, vier gute Spieler hat, aber drei Gegentore waren dann doch zu viel", so Sütterlin. "Aber wenn du selber fünf Tore schießt, ist das dann auch in Ordnung."

SVE-Trainer Giorgio Beltrani war zufrieden, "dass die Jungs das, was wir uns taktisch vorgenommen hatten, in der ersten Halbzeit gut umgesetzt haben". Nicht unverdient sei seine Elf nach 23 Minuten mit 2:0 in Führung gegangen. "Da haben die uns zweimal überrascht und ihre beiden Möglichkeiten gnadenlos ausgenutzt", kommentierte Sütterlin den frühen Rückstand.

"Die Top-Teams rupfen sich gegenseitig." Binzens Trainer Karl-Frieder Sütterlin
Im Anschluss habe sich der Tabellenzweite zusammengerissen und eine klare Reaktion gezeigt. "Von da an haben wir das Spiel klar beherrscht", lautet Sütterlins Analyse, der sich vor allem für einen Akteur besonders freute: "Jörg Hupfer hat sich mit seinem Dreierpack endlich belohnt. Er ist einer, der auch annimmt, was man ihm sagt und eine gute Entwicklung genommen hat." Auf die Treffsicherheit seines Stürmers baut Sütterlin im kommenden Spiel beim SV Schopfheim ebenso wie auf den positiven Teamgeist. "Wir haben jetzt eine gewisse Euphorie und müssen diese nun richtig kanalisieren. Die Top-Teams rupfen sich gegenseitig. Das können wir ausnutzen." Für den Tabellenachten Eichsel wäre aus Sicht Beltranis mehr drin gewesen, "aber nur, wenn die zweite Halbzeit genauso konsequent angegangen worden wäre wie die erste."An der wollen wir im Heimspiel gegen Degerfelden anknüpfen."

FC Steinen-Höllstein setzt Negativserie in Schliengen fort

Beim FC Steinen-Höllstein zeigt die Leistungskurve in den letzten Wochen stetig nach unten. Nach der 2:4-Niederlage bei den SF Schliengen ist der FCS nun seit drei Spielen ohne Sieg. Eine Situation, wie sie Trainer Oguz Dogan noch aus der Vergangenheit vor Augen hat: "Auch letztes Jahr sind wir schlecht gestartet. Nur hatten wir da noch vier Punkte mehr als jetzt. Vielleicht haben wir irgendeine komische Krankheit, die uns den Start immer kaputt macht." In Schliengen lag Steinen nach 47 Minuten noch 2:0 vorne, ehe "ein Doppelschlag innerhalb von drei Minuten uns geschockt hat. Danach sind wir eingebrochen", sagte Dogan.

Den Grund für "die Nervosität meiner Mannschaft" sieht der Trainer mittlerweile "in der großen Erwartungshaltung, die seit der Vorbereitung bei uns herrscht". Nicht unerwähnt lassen möchte Dogan, "dass mir zwei, drei erfahrenere Spieler momentan nicht so gefallen. Sie führen das Team nicht so, wie sie es sollten, und dadurch sind die jüngeren Spieler überfordert". Zeit, die Wende einzuleiten, bleibe selbstverständlich noch: "Wir müssen jetzt übers Kollektiv kommen und versuchen, das Feld von hinten aufzurollen."

Hauinger Abschlussschwäche führt zur Heimniederlage

Einen guten Start in die Partie gegen die Wittlinger Reserve erwischte auch der FC Hauingen, der nach einer halben Stunde mit 1:0 durch Torjäger Roberto Catania in Führung lag, am Ende aber mit 2:3 verlor. "Wir hatten drei gute Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Der Gegner hat unsere Abschlussschwäche eiskalt bestraft", sagt der sportliche Leiter Patrick Maier-Blanc, dem auch der verschossene Elfmeter in der Schlussminute nachträglich auf den Magen schlägt: "Dann hätten wir wenigstens einen versöhnlichen Punkt geholt."