50 Jahre für die Freundschaft

Frank Schoch

Von Frank Schoch

Mo, 02. Dezember 2019

Staufen

Werner Brinkmann als Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses Staufen-Bonneville verabschiedet.

STAUFEN (ran). Ein Botschafter, ein kleiner Außenminister gar – die Worte, mit denen Staufens Bürgermeister Michael Benitz Werner Brinkmann für dessen 50 Jahre andauernden Einsatz als Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses Staufen-Bonneville dankte und verabschiedete, tragen hohe Achtung in sich. "Mit so viel Herzblut haben Sie und Ihre Frau Annerose Staufen von einer äußerst sympathischen Seite gezeigt, haben die Verbindung unserer beiden Städte vertieft und mit Leben gefüllt", so Benitz. Beide wurden nun bei der jüngsten Sitzung des Staufener Gemeinderats offiziell verabschiedet und geehrt. Als Beisitzer bleiben sie weiterhin an der Gestaltung der Partnerschaft beteiligt.

Werner Brinkmann hat mit seinem Engagement die Beziehungen der beiden Städte und ihrer Menschen maßgeblich mitbestimmt. Und das nahezu in der gesamten Zeit der 55-jährigen Städtepartnerschaft. Dafür wurde Werner Brinkmann bereits 2004 mit der Staufer-Medaille im Auftrag des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel ausgezeichnet.

Bereits mehrfach hatte Brinkmann in den vergangenen Jahren wohl angedeutet, dass er den Vorsitz gerne in jüngere Hände legen würde. Nun wurde in Patrick Weichert ein Nachfolger als Erstem Vorsitzendem gefunden. Und auf deutsch-französischem Terrain kennt sich der 48-jährige Verwaltungsmitarbeiter in Müllheim bestens aus, hat er doch die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich verbracht. Wie er bei der Gemeinderatssitzung andeutete, wolle er auf den "bewährten Wegen" aufbauen und diesen etwas Modernes hinzufügen. Darunter versteht er etwa eine regelmäßige Berichterstattung über die Partnerstädte. Dazu wolle er die Schüleraustausche und auch gegenseitige Berufspraktika intensivieren. "Der Partnerschaftsgedanke ist populärer denn je, denn plötzlich steht der europäischen Zusammenhalt auf wackligen Beinen", so Weichert.