64 Tablets für Schule in Ehrenkirchen

Jannik Jürgens

Von Jannik Jürgens

Do, 22. Oktober 2020

Ehrenkirchen

Digitalisierung schreitet voran.

(jj). Die Gemeinde Ehrenkirchen hat im Sommer 64 Tablets für die Schulen angeschafft. Die Kosten in Höhe von 30 000 Euro wurden aus einem Sofortausstattungsprogramm des Digitalpaktes finanziert. "Da tut sich im Moment einiges", sagte Bürgermeister Thomas Breig. "Wir sind auf einem guten Weg. Aber natürlich nicht wunschlos glücklich", fügte der Leiter der Jengerschule Gerd Günther hinzu. Insgesamt stehen 185 000 Euro aus dem Förderprogramm von Bund und Land für die Digitalisierung der Schulen bereit. Ehrenkirchen muss sich mit 20 Prozent der förderfähigen Kosten beteiligen.

Hauptamtsleiter Christoph Blattmann berichtete, dass die Gemeindeverwaltung zusammen mit Experten einen Medienentwicklungsplan erarbeitet habe. Dieser sei Voraussetzung, um Mittel aus dem Digitalpakt zu erhalten. In den Neubau der Grundschule in Kirchhofen seien bereits Kabel eingezogen worden, im Altbau der Jengerschule werde die Verkabelung aktuell hinzugefügt. Das Schulgebäude in Ehrenstetten soll folgen. Ein Problem stelle die Breitbandanbindung dar. "Wenn Schüler und Lehrer digital unterwegs sind, bricht bei uns regelmäßig das System zusammen", sagte Schulleiter Günther. Die Gemeinde sei mit dem Zweckverband Breitband im Gespräch, um die Schule mit Glasfaser zu verbinden. "Aber wir stoßen aktuell an Grenzen", sagte Blattmann. Günther berichtete auch, dass die Schule insgesamt gut vorbereitet sei, um digital zu lernen. Sie habe die Plattform Moodle eingeführt, Konferenzen fänden über das Programm Blue Button statt. Am heutigen Donnerstag soll eine digitale Schülerversammlung abgehalten werden. Nach einem Coronafall seien sieben Lehrkräfte in Quarantäne gewesen, vier Klassen mussten zuhause bleiben. "Das war eine Herausforderung", sagte Günther. Die Tablets werden Kindern mit nach Hause gegeben, die dort keine Geräte haben. "Aber es gibt auch Haushalte, die kein Internet haben und digitale Geräte ablehnen", sagte Günther. Der Schulleiter betonte, dass interaktiver Unterricht vor Ort besser sei als Lernen von Zuhause. Er sei froh um jeden Tag, den die Schüler aktuell in die Schule gehen könnten. Gemeinderätin Kerstin Sacherer (Grüne) freute sich, dass es mit der Digitalisierung vorwärtsgehe.